Arminia Bielefeld: Andreas Voglsammer hat den Endspurt im Blick

Angreifer aktuell noch nicht voll belastbar

Andreas Voglsammer

Will im Saisonfinale dabei sein: Andreas Voglsammer (l.). © imago images / pmk

In einem der europaweit letzten Spiele vor der Corona-Zwangspause hat Arminia Bielefeld mit dem 1:1 beim VfB Stuttgart einen direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen auf Abstand gehalten. Bei sechs Punkten Vorsprung auf die zweitplatzierten Schwaben sowie sieben Zählern auf den Hamburger SV auf Relegationsplatz drei hat die Arminia den Sprung in die Bundesliga komplett in der eigenen Hand.

Neun Spieltage stehen noch auf dem Programm, wenn es im Mai wieder losgehen soll. Sieben Siege würden der Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus dann definitiv reichen, um aufzusteigen, mit Blick auf die nicht wirklich konstanten Verfolger mutmaßlich aber auch weniger. Unabhängig davon könnte die Arminia auf eine gewisse Art und Weise auch von der Saisonunterbrechung profitieren. Denn mit Andreas Voglsammer verpasst einer der absoluten Leistungsträger so voraussichtlich deutlich weniger Spiele als zunächst zu befürchten war.

Nach zehn Toren und fünf Vorlagen an den ersten 20 Spieltagen, an denen der Angreifer stets in der Startelf stand, erlitt Voglsammer Ende Januar beim 0:0 in Aue einen Mittelfußbruch. Die folgenden fünf Begegnungen verpasste der 28-Jährige, durfte sich indes als Zuschauer darüber freuen, dass seine Kollegen 13 von 15 möglichen Punkten holten.

Entscheidende Untersuchung in zwei Wochen

Im Endspurt will Voglsammer aber wieder dabei sein und seinen Teil zum Aufstieg beitragen. Aktuell weilt der gebürtige Rosenheimer unweit der Heimat und absolviert in der Nähe von München seine Reha. Gegenüber dem Westfalen Blatt erklärte Voglsammer nun, „auf einem guten Weg“ zu sein und gab einen Einblick in den kurzfristigen Fahrplan: „Ich habe immer gesagt, dass der Knochen komplett heil sein muss. Das hat unser Doc auch gesagt. In zwei Wochen machen wir wieder ein neues Röntgenbild. Wichtig ist, dass der Fuß belastungsstabil ist. Wenn das wieder der Fall ist, kann ich anfangen, wieder richtig zu trainieren.“

Da spielt mir Corona ein bisschen in die Karten. (Andreas Voglsammer)

Im Moment ist Voglsammer nach eigener Einschätzung aber noch nicht so weit, um wieder voll einsteigen zu können. Aufgrund der Unterbrechung besteht, anders als es beim regulären Saisonende am 17. Mai der Fall wäre, dennoch die Chance, im Aufstiegsrennen noch eine wichtige Rolle zu spielen: „Da spielt mir, auch wenn die Situation natürlich Mist ist, Corona ein bisschen in die Karten. Falls die Saison dann vielleicht im Mai weiter geht, kann ich wahrscheinlich einige Spiele mehr machen als wenn die Saison normal weitergelaufen wäre.“

Und obwohl es für die Arminia in den letzten Spielen auch ohne Voglsammer von der Punktausbeute her gut lief, stünde der meist auf links aufgebotene Angreifer der Neuhaus-Elf gut zu Gesicht. Denn gerade in den letzten drei Spielen gegen Hannover 96 (1:0), Wehen Wiesbaden (1:0) und in Stuttgart (1:1) tat sich die Arminia offensiv schwerer als in weiten Teilen der Saison zuvor, als Voglsammer zusammen mit Fabian Klos maßgeblich für die mit 50 Toren beste Offensive der Liga verantwortlich war.