Arminia Bielefeld: Uwe Neuhaus geht zuversichtlich ins Saisonfinale

Trainer sieht seine Mannschaft gut vorbereitet für die letzten Spiele

Uwe Neuhaus

Will mit seiner Mannschaft den Sprung ins Oberhaus schaffen: Uwe Neuhaus. © imago images / Joachim Sielski

Wie den übrigen 35 Vereinen der Bundesliga und der 2. Bundesliga bleibt aktuell auch Arminia Bielefeld nach der jüngsten DFL-Vollversammlung nichts anderes übrig, als auf grünes Licht durch die Politik für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs zu sorgen. Ob wie von der DFL angedacht ab dem 9. Mai oder erst in den Wochen danach wieder gespielt werden kann, hat für die Arminia derweil eher untergeordnete Bedeutung. Wichtig ist vielmehr, dass es überhaupt weitergeht, wäre Bielefeld doch als souveräner Zweitliga-Spitzenreiter aus sportlicher Sicht einer der ganz großen Verlierer eines Saisonabbruchs.

Auch für Uwe Neuhaus, der zwar als Spieler und Co-Trainer Teil der Bundesliga war, es als Chefcoach aber noch nicht ins Oberhaus geschafft hat, wäre es überaus bitter, unverschuldet um den Lohn der Arbeit gebracht zu werden. Allerdings geht der gebürtige Hattinger fest davon aus, dass die Arminia im Falle eines Abbruchs am grünen Tisch aufsteigen würde: „Man kann nicht so tun, als hätte die Saison nicht stattgefunden.“

Es wäre die Bestätigung von vielen vielen Jahren Trainerarbeit. (Uwe Neuhaus)

Gegenüber dem Westfalen Blatt unterstrich der 60-Jährige derweil die persönliche Bedeutung eines möglichen Aufstiegs: „Es wäre die Bestätigung von vielen vielen Jahren Trainerarbeit. Ich war noch nie so nah dran. Ich bin mehrmals in die 2. Liga aufgestiegen. Ich würde mich schon sehr sehr freuen. Unter diesen Umständen, mit den ganzen Schwierigkeiten, wäre es der verdienteste Aufstieg, der überhaupt jemals stattgefunden hat von der 2. in die 1. Liga.

Neuhaus sieht sein Team physisch und mental bereit

Neuhaus, der sich mit seinem Team derzeit in der dritten Vorbereitung innerhalb einer Saison sieht, ist indes nicht nur eine Fortsetzung der Saison betreffend zuversichtlich, sondern auch mit Blick auf die verbleibenden neun Spiele.

Grundsätzlich fällt es dem erfahrenen Fußball-Lehrer nach wochenlangem Individual- und Kleingruppentraining zwar nicht leicht, den gesamten Leistungsstand seiner Mannschaft einzuschätzen, doch sieht Neuhaus die grundlegenden Voraussetzungen für einen erfolgreichen Endspurt gegeben: „Ich glaube, dass wir die Wochen genutzt haben, um die größtmögliche Fitness zu erlangen, die man haben kann. Von den Spielern habe ich einen top Eindruck. Sie haben das Ziel nicht aus den Augen verloren.“

Wann Neuhaus‘ Schützlinge die Einschätzungen ihres Trainers im Kampf um Punkte bestätigen dürfen, ist unterdessen ebenso noch offen wie der Zeitpunkt des ersten „richtigen“ Mannschaftstrainings.