Greuther Fürth: Keita-Ruel überzeugt vor allem zu Hause

Torjäger nur mit einem Auswärtstor

Daniel Keita-Ruel

Neun von zehn Toren am heimischen Ronhof: Daniel Keita-Ruel © imago images / Zink

Als der 1. FC Köln am 6. Mai mit einem 4:0-Sieg bei der SpVgg Greuther Fürth die Rückkehr in die Bundesliga perfekt machte, saß Daniel Keita-Ruel rotgesperrt nur auf der Tribüne des Fürther Ronhofs. Mit einem unnötigen Platzverweis beim 1:1 gegen den 1. FC Union Berlin hatte sich Keita-Ruel eine Drei-Spiele-Sperre eingehandelt und verpasste so das Duell mit den Geißböcken, denen wenige Wochen zuvor ein Interesse am Fürther Torjäger nachgesagt wurde.

Ob der 1. FC Köln tatsächlich interessiert war oder vielleicht sogar noch ist, lässt sich schwer einschätzen. Tendenziell aber spielt Keita-Ruel, der im Sommer 2018 von Fortuna Köln nach Fürth gekommen war, in den Überlegungen der Geißböcke eher keine Rolle.

Fürth mit schwacher Trefferquote

Nichtsdestotrotz hat der 29-Jährige die abgelaufene Saison dazu genutzt, auf sich aufmerksam zu machen. In 30 Spielen traf Keita-Ruel zehnmal und hatte vor allem in der Hinrunde großen Anteil daran, dass die SpVgg zeitweise sogar im vorderen Tabellendrittel mitmischen konnte. Nach der Winterpause lief es dann mit nur noch zwei Toren nicht mehr ganz so rund, was aber zumindest streckenweise für die gesamte Kleeblatt-Elf galt.

Auffällig ist bei einer Gesamtbetrachtung der Saison, dass sich Keita-Ruel am heimischen Ronhof weitaus wohler fühlte als auswärts. Das goldene Tor zum 1:0-Erfolg am achten Spieltag bei Dynamo Dresden war der einzige Auswärtstreffer des Angreifers, der seine übrigen neun Tore allesamt zu Hause erzielte.

In der Fremde eher harmlos zu sein, ist indes ein Problem, das Keita-Ruel nicht alleine hat. Insgesamt gelangen Fürth auswärts nur 14 Tore – nur Absteiger MSV Duisburg traf auf gegnerischem Platz genauso selten. Und auch die 37 Treffer in 34 Saisonspielen sind eine mäßige, lediglich vom 1. FC Magdeburg (35) unterbotene Bilanz. Dass offensiv Handlungsbedarf besteht, dürfte den Fürther Verantwortlichen freilich nicht nur wegen dieser Zahlen klar sein.

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