Greuther Fürth: Der Unterbau bereitet Freude

U23 ist Tabellenführer, U19 und U17 zurück in der Bundesliga

Elias Abouchabaka

Schoss die U23 am Wochenende auf Platz eins: Elias Abouchabaka. © imago images / Zink

Nach dem 3:1-Sieg beim FC St. Pauli, bei dem die trotz der Niederlage schon ansprechende Leistung aus dem Auftaktspiel gegen Erzgebirge Aue (0:2) bestätigt wurde, bedeutete das Pokal-Aus beim MSV Duisburg (0:2) für Greuther Fürth am Sonntag einen Rückschlag. Während das Ausscheiden auch wirtschaftlich schmerzt, war der Auftritt der inspirationslosen Mannschaft von Trainer Stefan Leitl eine Enttäuschung.

Allerdings gab es am Wochenende für die SpVgg auch Grund zur Freude. Denn die U23 eroberte mit einem 2:1-Heimsieg gegen den VfR Garching die Tabellenführung in der Regionalliga Bayern und verdrängte damit just den Nachwuchs des 1. FC Nürnberg. 13 Punkte aus den ersten fünf Partien sind eine starke Zwischenbilanz für die im Vorjahr noch beinahe abgestiegene Mannschaft von Trainer Petr Ruman.

Ebenfalls am Wochenende feierten die U19 und die U17 ihr Comeback in der Junioren-Bundesliga. Beide haben den Betriebsunfall Abstieg im letzten Jahr reparieren können und dürfen sich nun wieder bundesweit mit den besten Nachwuchsmannschaften messen. Dass in der Bundesliga ein anderer Wind weht, bekam die U17 mit einer 1:3-Niederlage beim FC Bayern München bereits aufgezeigt. Die U19 konnte dem Karlsruher SC derweil immerhin ein 0:0 abtrotzen.

Bald wieder hohe Transfererlöse für eigene Talente?

Insgesamt ist die Entwicklung im Fürther Nachwuchsbereich inzwischen wieder eindeutig positiv, nachdem nicht zuletzt durch den Doppelabstieg der U17 und der U19 Probleme erkannt und angegangen wurden. Mittel- bis langfristig dürfte sich auch die engere Verzahnung zwischen Profis und Unterbau auszahlen. So konnte mit Jamie Leweling ein noch für die U19 spielberechtigter Youngster bereits Zweitliga-Luft schnuppern.

Mert-Yusuf Torlak und Viktor Miftaraj, die wie Leweling die Vorbereitung mit den Profis absolvierten, standen unterdessen in der U19 gegen den KSC auf dem Platz. Beiden ist ebenfalls der Sprung zuzutrauen, während sich in der U23 der noch bis Saisonende von RB Leipzig ausgeliehene Elias Abouchabaka mit drei Toren und zwei Vorlagen in drei Einsätzen hervorgetan hat.

Noch ist es zwar zu früh für ein verlässliches Zwischenfazit, doch bislang scheint es so, als hätten die Fürther Verantwortlichen in Bezug auf den Unterbau auch mit gezielten Spielerverpflichtungen von anderen Vereinen an den richtigen Stellschrauben gedreht. Die Hoffnung, auf absehbare Zeit gemäß der Vereinsphilosophie wieder mit selbst ausgebildeten Talenten Millionenerlöse erzielen zu können, ist auf jeden Fall wieder realistischer als noch vor einem Jahr.

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