Hannover 96 befördert Talent

Trotz Kreuzbandriss

Mick Gudra von Hannover 96

Mick Gudra darf auf eine Zukunft als Profi hoffen. ©Imago images/Joachim Sielski

Hannover 96 hat einem Talent aus dem eigenen Nachwuchs eine Perspektive für die weitere Karriere geboten: Mick Gudra erhält einen Profi-Vertrag mit Gültigkeit bis Sommer 2023. Besonders bemerkenswert ist die Entscheidung, weil der Stürmer sich im Februar einen Kreuzbandriss zuzog.

Sturmpartner legte vor

„Seine Verletzung war für uns kein Grund, diese Einschätzung anders zu bewerten oder daran zu zweifeln. Er schuftet tagtäglich fleißig in der Reha und ist sehr gut im Plan. Mit ihm binden wir einen hungrigen und äußerst zielstrebigen Jungen an uns, der uns mit seiner Schnelligkeit bereichert und in der Lage ist, im Spiel unvorhersehbare Momente zu kreieren“, erklärt Sportdirektor Gerhard Zuber.

Gudra erzielte in der laufenden U19-Saison in 14 Einsätzen acht Tore, bereitete neun vor. Er nahm bis zu seiner Verletzung regelmäßig am Training der Profis unter Trainer Kenan Kocak teil. Vor Gudra hatte schon sein U19-Sturmpartner Simon Stehle im Februar einen Profi-Vertrag erhalten. 

Es wird interessant zu sehen, ob die beiden Talente mehr Glück haben, als ihre Vorgänger Sebastian Soto und Benjamin Hadzic. Auch diese beiden waren im vergangenen Jahr als Perspektivspieler aus der U19 bzw. U23 in den Profi-Kader gezogen worden, hatten dort aber nach ersten vielversprechenden Einsätzen keine Chancen mehr bekommen. Hadzic zog es im Winter daher nach Österreich, mit einem Abschied Sotos wird im Sommer gerechnet, sein Vertrag läuft aus.

Freilich gibt es mit Hendrik Weydandt und aktuell besonders Linton Maina auch positive Beispiele für die Etablierung eigener Nachwuchsspieler bei den Niedersachsen.