Hannover 96: Klares Statement im Fall Walace

Brasilianer darf gehen, aber die Ablöse muss stimmen

Walace auf dem Hannoveraner Trainingsplatz

Will Hannover 96 verlassen: Walace. © imago images / Joachim Sielski

Auch fünf Tage vor dem Auftaktspiel beim VfB Stuttgart sind bei Hannover 96 einige Personalien ungeklärt. Während die Suche nach Verstärkung, insbesondere für die Innenverteidigung, aber auch für das Mittelfeld und die offensive Außenbahn andauert, stehen weiterhin einige Spieler mit offener Zukunft auf der Gehaltsliste.

Bei Waldemar Anton dürfte es nicht zuletzt wegen der hohen Ablöseforderung auf einen Verbleib hinauslaufen, während die PSV Eindhoven für Nachwuchstalent Chris Gloster laut „ESPN“ ein verbessertes Angebot abgegeben haben soll. Bislang will 96 den U20-Auswahlspieler der USA aber nicht abgeben.

Anders sieht es bei den Brasilianern Jonathas und Walace aus, für die bisher die passenden Angebote fehlen. Im Gegensatz zum nach einer Muskelverletzung im Aufbautraining befindlichen Jonathas weckt Walace andernorts aber durchaus Interesse. Allerdings will 96 den 24-Jährigen nicht deutlich unter Marktwert ziehen lassen.

Walace-Verkauf aus finanziellen Gründen nicht zwingend

In einem auf der Vereinshomepage veröffentlichten Statement hat 96 den Wechselwunsch Walaces bestätigt und grundsätzliche Gesprächsbereitschaft versichert – bei klarer Rollenverteilung: „Ein Wechsel ist allerdings nur zu unseren Transfervorstellungen möglich. Sollte dies nicht zu realisieren sein, wird Walace auch in der kommenden Zweitligasaison für Hannover 96 spielen.“

Ein Wechsel ist nur zu unseren Transfervorstellungen möglich. (Statement Hannover 96)

Darüber hinaus betonte der Verein, dass es aus wirtschaftlichen Gründen keinen Verkaufszwang gebe: „Trotz des durch die Entscheidungen in der Vergangenheit eingeplanten Verlustes für die Saison 2019/20 ist Hannover 96 unabhängig von weiteren Transfers wirtschaftlich vollumfänglich handlungsfähig.“

Nichtsdestotrotz würde eine Ablöse für Walace, die im Bereich der vor einem Jahr an den Hamburger SV bezahlten sechs Millionen Euro liegen könnte, den eigenen Spielraum auf dem Transfermarkt spürbar erhöhen.