Hannover 96: Leon Andreasen hofft noch auf ein Comeback

Däne ist seit 1. Juli ohne Vertrag

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 02.09.16 | 14:31
Leon Andreasen von Hannover 96

Hofft auf sein Comeback: Leon Andreasen von Hannover 96. ©Imago

Nach dem Abstieg hat Hannover 96 zwar einen gewissen Stamm zusammengehalten, mit dem der sofortige Wiederaufstieg gelingen soll, aber es sind auch ein paar Spieler durchs Raster gefallen, die zuvor jahrelang für die Niedersachsen aufgelaufen waren.

Neben Ex-Kapitän Christian Schulz, dessen Vertrag etwas überraschend nicht verlängert wurde und der inzwischen mit Sturm Graz die Tabelle der österreichischen Bundesliga anführt, ist in diesem Zusammenhang vor allem Leon Andreasen zu nennen. Im Januar 2009 kam Andreasen, der zuvor schon für Werder Bremen und den 1. FSV Mainz 05 in der Bundesliga aktiv war, vom FC Fulham nach Hannover und blieb den Roten über sieben Jahre lang treu.

Seit Januar außer Gefecht

Das Jahr 2016 stand für den mittlerweile 33-Jährigen bislang aber unter keinem guten Stern. Nachdem er sich schon Ende 2015 wegen seines Handtores beim 1:0-Sieg in Köln öffentlicher Kritik und Anfeindungen ausgesetzt sah, verletzte sich Andreasen im Januar-Trainingslager am rechten Fuß und verpasste die gesamte Rückrunde. Nach dem Abstieg war die Mitteilung, dass der am 30. Juni auslaufende Vertrag nicht verlängert wird, dann der nächste Tiefschlag für den 20-fachen Nationalspieler Dänemarks, der im Laufe seiner Karriere oftmals vom Verletzungspech verfolgt war.

„ Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, noch mal für 96 zu spielen. ”
Leon Andreasen

Abgehakt hat Andreasen indes weder seine Karriere noch eine Rückkehr zu 96, wie er nun gegenüber Bild verriet: „Ich gebe nicht so leicht auf, natürlich will ich weiter Fußball spielen. Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, noch mal für 96 zu spielen.“

(Noch) keine Verabschiedung erwünscht

Auch deshalb will Andreasen anders als Schulz und der zu Leicester City gewechselte Ron-Robert Zieler nicht beim nächsten Heimspiel am 11. September gegen Dynamo Dresden offiziell verabschiedet werden: „Eine Verabschiedung wäre schon komisch. Und wenn man einmal verabschiedet wurde, kommt man wohl auch nicht mehr wieder.“

Die Hoffnung auf ein Comeback zieht Andreasen sicher auch aus der Ankündigung von 96-Geschäftsführer Martin Bader, sich zusammenzusetzen, „wenn Leon wieder fit ist.“ Aktuell ist das aber noch nicht der Fall. Vielmehr steht für Andreasen zunächst ein Termin bei einem Fuß-Spezialisten in England an, von dem sich der Routinier Hilfe verspricht.