Hannover 96: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Iver Fossum, Pirmin Schwegler & Co.

Iver Fossum im Test gegen Bemerode.

Mitte August kehrte Iver Fossum Hannover den Rücken. ©imago images/Jan Huebner

Nach dem Abstieg kam es bei Hannover 96 wenig überraschend zu einem großen personellen Umbruch. Dieser betraf auch Iver Fossum, der die Niedersachsen nach dreieinhalb Jahren verließ und beim Aalborg BK in Dänemark anheuerte. „Aalborg BK ist ein toller Klub, der sich gut um seine Spieler kümmert“, fällt sein Zwischenfazit gegenüber Liga-Zwei.de nach etwas mehr als drei Monaten positiv aus.

„Das Niveau ist ordentlich“, hat der zentrale Mittelfeldspieler nach zwölf Einsätzen in der Superligaen festgestellt, in denen er einen Treffer erzielte und zwei weitere vorbereitete. Auch zwischenmenschlich ist der 23-Jährige in seiner neuen sportlichen Heimat angekommen: „Meine Mitspieler sind super, auf und neben dem Platz.“

Ich hoffe, dass sich die Ergebnisse im weiteren Saisonverlauf verbessern. (Iver Fossum über Hannover 96)

Trotz der Rückkehr nach Skandinavien hat er 96 nicht aus den Augen verloren, wie er beteuert: „Ich habe die Ergebnisse jede Woche verfolgt und ein paar Spiele gesehen. Ich hoffe, dass sich die Ergebnisse im weiteren Saisonverlauf verbessern.“

Nicht ganz unschuldig an seiner Verbundenheit ist der 96-Anhang, der beim norwegischen Nationalspieler Eindruck hinterlassen hat: „Ich habe es genossen, in der Bundesliga vor so vielen Fans zu spielen. Vor allem vor den Fans von Hannover.“

Iver Fossum (r.) gegen Marco Rojas.

Iver Fossum (r.) ist im Mittelfeld von Aalborg gesertr. ©imago images/Ritzau Scanpix

Die übrigen Abgänge:

Manuel Schmiedebach
Im Vorjahr an Union Berlin verliehen, stieg Schmiedebach mit den „Eisernen“ in die 1. Liga auf. Dort verlor der 30-Jährige jedoch seinen Stammplatz im defensiven Mittelfeld und hat es schwer, Trainer Urs Fischer von personellen Änderungen zu überzeugen: Christian Gentner und Robert Andrich sind im Mittelfeld-Zentrum gesetzt und als Tabellen-Elfter liegt Union auf Kurs in Richtung Klassenerhalt.

Niclas Füllkrug
Ein Knorpelschaden kostete ihn die komplette Rückrunde, erst am vorletzten Spieltag konnte er sich bei seiner späten Einwechslung gegen Freiburg von den Fans verabschieden. Auch bei seinem neuen Klub Werder Bremen bleibt der Angreifer vom Verletzungspech verfolgt und fällt nach zwei Treffern und einer Vorlage an den ersten vier Spieltagen mit einem Kreuzbandriss lange aus.

Walace
Bei den Niedersachsen konnte der Brasilianer sein Potential nicht entfalten, auch in Italien läuft es weiter durchwachsen. Walace wechselte zu Udinese Calcio, das im Mittelfeld der Serie A steht. Der defensive Mittelfeldspieler sitzt häufig auf der Bank, nur bei drei seiner sieben Einsätze durfte er von Beginn an mitwirken.

Noah Sarenren Bazee
Augsburg schlug beim pfeilschnellen Flügelstürmer zu, der bislang aber noch nicht in der Bundesliga wirbeln durfte. Nach einem Syndesmosebandriss im Januar kämpft sich der 23-Jähriger aktuell zurück und sammelte in zwei Einsätzen für die zweite Mannschaft Spielpraxis.

Philipp Tschauner
Der 34-Jährige komplettierte mit seinem Wechsel das Leipziger Torhüter-Quartett. Hinter der klaren Nummer Eins Peter Gulacsi und dessen Vertreter Yvon Mvogo ist Tschauner die Nummer Drei und saß lediglich beim 6:1-Kantersieg im Pokal über Wolfsburg auf der Bank.

Chris Gloster
Nach einem Jahr in Deutschland ging es für den US-Amerikaner nach Holland. Dort unterschrieb der Linksverteidiger für drei Spielzeiten in Eindhoven und soll in der zweiten Mannschaft behutsam aufgebaut werden. Während Gloster zuletzt nicht mehr im Kader stand, läuft es auch beim Team nicht: PSV II steht auf dem drittletzten Platz. Dass es in der niederländischen 2. Liga aber keinen Absteiger gibt, dürfte ein Trost sein.

Mike Bähre
Bereits die Vorsaison verbrachte er beim FC Barnsley in der dritten englischen Liga, nach dem Aufstieg verpflichtete ihn der Klub fest. Trainer Daniel Stendel machte ihn zum Kapitän und Bähre führte „The Tykes“ beim Sieg am ersten Spieltag an. Dann folgte der Absturz: Barnsley gewann seitdem kein Spiel mehr und ist Tabellenletzter. Bähre stand Anfang Oktober letztmals auf dem Feld, nach drei Spielen auf der Bank schaffte er es seit Ende Oktober gar nicht mehr in den Spieltagskader.

Samuel Sahin-Radlinger
Auch für den Österreicher ging es nach Barnsley. Dort begann er als Nummer Eins, musste den Platz zwischen den Pfosten aber nach dem fünften Spieltag räumen. Seitdem kommt er nicht mehr an Brad Collins vorbei, auch die Nummer drei Jack Walton scheint ihm den Rang abgelaufen zu haben: Seit Ende August stand Sahin-Radlinger nur noch an zwei Spieltagen im Kader.

Uffe Bech
Neuland betrat der Rechtsaußen mit seinem Wechsel nach Griechenland, wo er seit dem Sommer bei Panathinaikos unter Vertrag steht. Der 20-fache Meister hat sportlich maue Jahre hinter sich, auch in der laufenden Saison steckt er im Tabellenmittelfeld fest. Bech selbst konnte seine Karriere noch nicht wieder ankurbeln, wurde bisher lediglich drei Mal eingewechselt und stand sonst nicht im Kader.

Pirmin Schwegler
„Down Under“ ging es für den ehemaligen Schweizer Nationalspieler: Schwegler schnürt seit dem Sommer die Stiefel für die Western Sydney Wanderers. Unter Trainer Markus Babbel ist der defensive Mittelfeldspieler gesetzt und durfte bisher immer durchspielen. Auf drei Siege zum Auftakt folgten drei Spiele mit nur einem Punkt.

Ihlas Bebou im Spiel gegen Mainz.

Ihlas Bebou konnte sich nach seinem Wechsel in Hoffenheim durchsetzen. ©imago images/Jan Huebner

Ihlas Bebou
Der Offensiv-Allrounder blieb der Bundesliga erhalten und geht für Hoffenheim auf Torejagd. Nach schwachem Saisonstart kämpfte sich die TSG wieder nach oben, mit Bebou als Stammspieler. Der Togolose kam bis auf zwei Partien immer in der Startelf zum Einsatz und erzielte bislang zwei Treffer.

Oliver Sorg
Der Rechtsverteidiger schloss sich Hannovers Ligakonkurrenten Nürnberg an. Dort ist der 29-Jährige gesetzt, erlebt sportlich aber eine ähnliche Situation wie seine ehemaligen Kollegen: Auf den Abstieg folgte der nächste Absturz, auch der FCN landete im Tabellenkeller.

Leo Weinkauf
Den 23-Jährigen verschlug es für zwei Jahre auf Leihbasis zum MSV Duisburg. Mit den „Zebras“ führt Weinkauf die 3. Liga als Tabellenführer an und kommt auch zu jeder Menge Spielpraxis: Die klare Nummer Eins verpasste bisher keine Minute.

Fabian Senninger
Ähnlich wie Füllkrug klebt auch Senninger das Verletzungspech an den Hacken. Die Vorsaison, sein zweites Jahr auf Leihbasis bei Drittligist Meppen, verpasste er nach einem Kreuzbandriss, die gleiche Verletzung zog er sich nach seiner Rückkehr zu den Niedersachsen erneut zu.

Jonathas
Hannover und der Brasilianer – passen wollte das nie. So wurde der Vertrag mit dem Angreifer dann auch Ende August aufgelöst, damit sich der einstige Rekordtransfer auch nach der Schließung des Transferfenster einen Klub suchen kann. Diese Suche läuft noch, Jonathas hat bisher keinen neuen Arbeitgeber gefunden.

Takuma Asano
Nach zwei Leihstationen in Deutschland, vor Hannover war Asano zwei Jahre in Stuttgart aktiv, gab Arsenal den Japaner fest an Partizan Belgrad ab. Dort ist der Linksaußen Stammspieler, steuerte in elf Ligaspielen einen Treffer und zwei Vorlagen bei und gehört auch in den Europa-League-Auftritten zum Stammpersonal.

Kevin Akpoguma
Auf Grund einer Schulterverletzung konnte die Winter-Leihgabe in der Rückrunde nur vier Partien bestreiten, im Sommer ging es zurück nach Hoffenheim. Dort pendelt der Innenverteidiger zwischen Bank und Startelf, stand an sechs der zwölf Spieltage bei Anpfiff auf dem Rasen und half auch schon als Rechtsverteidiger aus.

Bobby Wood
Für den US-Amerikaner ging es zurück zum HSV, dort kommt Wood allerdings nur als Ergänzungsspieler zum Einsatz. In der Sturmspitze stehen Lukas Hinterseer und Martin Harnik in der Hackordnung über ihm. Gegen Dynamo durfte er nach vier Einwechslungen erstmals in der Startelf ran, blieb bis zu seiner Auswechslung nach einer Stunde aber blass.

Kevin Wimmer
Unter Trainer Bernd Hollerbach läuft Wimmer in diesem Jahr in Belgien auf, Royal Mouscron lieh den Verteidiger für ein Jahr von Stoke City aus. Dort gehört er seitdem zum Stammpersonal, verpasste seit seinem Wechsel keine Minute und kommt mal als Innenenverteidiger, mal als defensiver Mittelfeldspieler zum Einsatz. Mouscron selbst etablierte sich im Tabellenmittelfeld.

Nicolai Müller
Auch die Rückrunden-Leihgabe der Vorsaison entschied sich für das Abenteuer Australien und folgte Pirmin Schwegler nach Sydney. Dort empfahl er sich über eine Einwechslung für die Startelf, welcher er an den letzten beiden Spieltagen angehörte, die beiden Niederlagen aber auch nicht verhindern konnte.

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