Hannover 96: Wie baut Kenan Kocak um?

Hoffnung auf neue personelle Alternativen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 17.11.19 | 10:41
Kenan Kocak

Setzte beim SV Sandhausen meist auf eine Doppelsechs: Kenan Kocak. © imago images / foto2press

Mit der Verpflichtung von Kenan Kocak als neuem Trainer ist bei Hannover 96 die Hoffnung auf einen Aufschwung vorhanden. Erstmals sitzt der zuvor bis Oktober 2018 für den SV Sandhausen tätige Fußball-Lehrer nach der Länderspielpause im Heimspiel gegen Darmstadt 98 auf der 96-Bank. Dann soll im siebten Heimspiel der Saison nach bislang vier Remis und zwei Niederlagen endlich der erste Dreier her.

Gespannt darf man sein, an welchen Stellschrauben Kocak bis zu seinem Einstand am Montag in einer Wochen drehen wird. Sicher dürfte sein, dass der neue Coach dann mehr personelle Alternativen besitzt als das beim 0:4 in Heidenheim verantwortliche Interimsduo Asif Saric und Lars Barlemann.

Zwar fällt Marcel Franke nach seinem Platzverweis in Heidenheim gesperrt aus, doch dafür hat Edgar Prib seine Gelbsperre abgebrummt. Zudem könnten die zuletzt ausgefallenen bzw. angeschlagen nur eingewechselten Dennis Aogo und Marc Stendera wieder zur Verfügung stehen. Beide trainierten zwar am gestrigen Samstag noch nicht mit der Mannschaft, doch sind bis zur Partie gegen Darmstadt noch neun Tage Zeit.

Voll mit dabei waren derweil Linton Maina und Sebastian Soto, die nach gerade auskurierten Verletzungen am Freitag nur eine Einheit absolvierten und nachmittags geschont wurden. Die beiden Talente könnten es gegen Darmstadt zumindest in den Kader schaffen, wobei man in Hannover gerade beim mehrfach von Verletzungen zurückgeworfenen Maina nichts überstürzen möchte.

Mehrere Optionen für eine Doppelsechs

Unabhängig vom zur Verfügung stehenden Personal könnte Kocak auch taktisch Veränderungen vornehmen. Am Ende seiner Zeit in Sandhausen wich der 38 Jahre Fußball-Lehrer zwar auch einige Male von der zuvor etablierten Viererkette ab, doch auf zwei defensive Mittelfeldspieler verzichtete Kocak beim SVS nur in wenigen Ausnahmefällen.

Auch mit Blick auf die zur Auswahl stehenden Akteure ist denkbar, dass Kocak auch in Hannover eine Doppelsechs installiert, nachdem bislang in dieser Saison meist nur ein klassischer Sechser und zwei Achter aufgeboten wurden. Selbst dann, wenn Waldemar Anton in Abwesenheit des gesperrten Franke in die Innenverteidigung rücken sollte, stünde mehrere Optionen für eine Doppelsechs zur Auswahl.

Rückkehrer Prib könnte neben Abräumer Marvin Bakalorz den offensiven Part übernehmen, für den bei entsprechender Fitness auch Aogo und Stendera in Frage kommen. Unter Verzicht auf Bakalorz ist aber auch möglich, dass gleich zwei eher spielerisch veranlagte Akteure den Zuschlag erhalten.

Eine Doppelsechs hätte den Vorteil, dass Platz für einen Zehner wäre, der die im bisherigen Saisonverlauf oft vermisste Bindung zwischen Mittelfeld und Angriff herstellen könnte. Mit Florent Muslija, Genki Haraguchi und auch Stendera wären in dieser Rolle mehrere Spieler vorstellbar.

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