Jan Glinker: „Zuhause ist Magdeburg immer etwas zuzutrauen“

Der Keeper über seine Ex-Klubs Union und den FCM

Jan GLinker in Aktion für Union Berlin und den 1. FC Magdeburg

Jan Glinker begann seine Karriere bei Union Berlin (l.), wechselte später zum 1. FC Magdeburg ©Imago/Jan Huebner/Duenhölter SportPresseFoto

Am Sonntag gastiert Union Berlin beim 1. FC Magdeburg zum Ostduell. Für Spieler, Fans und Verantwortliche ein besonderes Duell. Das gleiche gilt für Jan Glinker. Der Torhüter stand für Union Berlin über 200 Mal zwischen den Pfosten, mit Magdeburg stieg er zweimal auf.

Zur Partie seiner Ex-Klubs wollte Glinker natürlich „ins Stadion, hatte alles schon geplant, aber jetzt haben wir vom Verein aus Weihnachtsfeier“, so der Keeper des Regionalligisten Wacker Nordhausen gegenüber Liga-Zwei.de. Er sei nun auf den Liveticker angewiesen. Ansonsten verfolge ich aber fast jede Partie von Union und Magdeburg live im TV.“

Rückblickend stolz

Seine Verbundenheit mit den beiden Traditionsvereinen kommt wie eingangs angedeutet nicht von ungefähr. Von der Hertha-Jugend kam er zur U19 Union Berlins, setzte sich bei den Profis durch und prägte eine Ära.

Wenn ich zurückblicke, macht mich das stolz“, so der Torwart. „Wenn man Union Berlin jetzt sieht, wie der Verein um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielt, ist es schön zu wissen, dass man schon zu den Anfängen dabei war.“

Für Union Berlin ist einiges möglich. (über die laufende Saison)

Die Bedingungen des Arbeitervereins hält er für bundesligareif. „Da hat eine große Entwicklung stattgefunden.“ Dass es sportlich läuft, liegt für den gebürtigen Berliner auch an der gelassenen und souveränen Art von Trainer Urs Fischer und seinem Konzept. „Was man defensiv so sieht, ist schon enorm stark.“

„Es gibt Spiele, in denen du am Ende einfach den Punkt mitnehmen musst und das geht am besten, wenn du hinten zu Null spielst. Gerade diese Punkte sind oft am Ende Gold wert. Köln geht für mich sicher hoch, dahinter wird es spannend. Für Union Berlin ist einiges möglich.“

Mit Brunst im Austausch

Für Glinkers anderen ehemaligen Klub, den 1. FC Magdeburg geht es erwartungsgemäß um den Klassenerhalt. In den letzten beiden Spielen gegen Bochum und Fürth sah der Keeper einen Aufwärtstrend, „wenn man aber sieht, welche Kracher bis zur Winterpause noch auf den FCM warten, wird das nicht leicht.“

Seine Zeit beim FCM hat der gebürtige Berliner noch in bester Erinnerung. 107 Spiele absolvierte er für die Elbestädter, in 48 davon blieb er ohne Gegentor – eine starke Quote. Vom Magdeburger Weg war Glinker überzeugt.

Hat seine Sache bis auf ein, zwei Spiele sehr gut gemacht. (über Alexander Brunst)

„Die Verantwortlichen sind bodenständig geblieben und haben versucht, mit ihren Mitteln das bestmögliche herauszuholen. Das hat gut funktioniert. In den vier Jahren sind wir schließlich zweimal aufgestiegen.“

Mit einem Ex-Kollegen ist der 87-malige Zweitliga-Spieler außerdem in „stetigem Austausch“, wie er selbst sagt: Alexander Brunst. Der aktuelle Stammtorwart des FCM agierte in der letzten Saison noch zusammen mit Glinker. „Wir schreiben regelmäßig. Bisher hat er seine Sache bis auf ein, zwei Spiele sehr gut gemacht.“

Für Brunst sei es als junger Torhüter nicht einfach, direkt mitten im Abstiegskampf zu stecken. Gegen Bochum habe sich Brunst allerdings stabilisiert, dennoch müsse „man ihm einfach Fehler zugestehen.“

Glinkers Traum

Ob Brunst nun auch gegen Union Berlin seinen Kasten sauber hält? Die Gäste sind für Glinker der klare Favorit. „Aber zuhause ist Magdeburg immer etwas zuzutrauen. Wenn alles normal läuft, müsste sich Union durchsetzen, aber ich drücke auch den Magdeburgern die Daumen.“

Wie der Keeper mit seinen beiden Ex-Klubs heute noch mitfiebert, ist ihm deutlich anzumerken und auch in seiner letzten Aussage, was seine Zukunft betrifft, zu erkennen: Es wäre ein Traum von mir, später nochmal in irgendeiner Form für einen dieser beiden Traditionsvereine tätig zu sein.“

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