TSV 1860 München: Kommt mit Adel Taarabt ein Kracher?

Eine neue Chance für Michael Liendl?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 08.07.16 | 07:49
Thomas Eichin

Landet Thomas Eichin mit Adel Taarabt einen Transfercoup? ©Imago

Noch bis zum Sonntag befindet sich der TSV 1860 München im Trainingslager in Bad Waltersdorf, wo die Grundlagen für die bevorstehende Saison gelegt werden sollen. Vor Ort eingetroffen ist inzwischen auch der neue Sportdirektor Thomas Eichin, der sich ein Bild von der Mannschaft machte und sich den Fragen einer Presserunde stellte.

Unter den Nägeln brennt aktuell natürlich das Thema Verstärkungen, wobei sich Eichin anders als Präsident Peter Cassalette, der kürzlich noch von drei, vier weiteren Verstärkungen gesprochen hatte, sehr zurückhaltend zeigte: „Spieler gibt es zwar, wie Sand am Meer. Aber es müssen halt auch die richtigen sein, die zu unserer Mannschaft passen. Die Mischung muss stimmen. Wir jeden sicher keine Schnellschüsse machen“, zitiert die „TZ“ den neuen starken Mann bei den Löwen.

Hinter den Kulissen bastelt Eichin aber sicherlich daran, den Kader zu verstärken und möglicherweise haben die Löwen einen absoluten Hochkaräter an der Angel. „Bild“ (Ausgabe vom 07.07.2016) bringt auf jeden Fall den Marokkaner Adel Taarabt ins Gespräch, der sogar noch nach Bad Waltersdorf kommen soll.

Der 27-Jährige hatte seine beste Zeit zwischen 2009 und 2013 bei den Queens Park Rangers, für die der brillante Techniker Traumtore am Fließband erzielte und mit klugen Pässen glänzte. Beim AC Mailand und zuletzt bei Benfica Lissabon, wo sich Taarabt sogar nur noch in der zweiten Mannschaft wiederfand, lief es für den 17-fachen Nationalspieler Marokkos, der zuvor Junioren-Auswahlspiele für Frankreich bestritten hatte, aber nicht mehr rund. Möglicherweise die große Chance für die Löwen, wobei freilich abzuwarten bleibt, ob der auf beiden Flügeln und zentral einsetzbare Mittelfeldmann zu alter Form findet.

Liendl will Klarheit

Unterdessen schöpft mit Michael Liendl eine andere Kreativkraft doch wieder Hoffnung auf einen Verbleib bei den Löwen. Der österreichische Spielmacher, dem vor einigen Wochen mitgeteilt wurde, in den Planungen keine Rolle mehr zu spielen, dürfte die jüngsten Aussagen von Eichin auf jeden Fall mit Interesse verfolgt haben.

„ Was vor meiner Zeit erzählt wurde, zählt nicht mehr. Jeder hat die Chance, sich zu präsentieren ”
Thomas Eichin

„Was vor meiner Zeit erzählt wurde, zählt nicht mehr. Jeder hat die Chance, sich zu präsentieren“, so Eichin, was der Standardspezialist zum Anlass nimmt, sich im Training richtig reinzuknien. Darüber hinaus wünscht sich Liendl aber auch, dass die Verantwortlichen mit ihm nochmals das Gespräch suchen: „Ich bin keine 18 oder 19 mehr. Ich erwarte, dass früher oder später ein klares Statement kommt, in welche Richtung es gehen soll“, so der 30-Jährige in „Bild„.