TSV 1860 München: Vitor Pereira blickt nach vorne

Schlechter Platz als Grund für das Pokal-Aus?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 09.02.17 | 07:08
Vitor Pereira

Nach dem Pokal-Aus „enttäuscht und traurig“: Vitor Pereira © Imago

Für den TSV 1860 München wäre es wohl besser gewesen, hätte es die Sportfreunde Lotte mit vielen Helfern gestern nicht geschafft, das am Morgen noch schneebedeckte Spielfeld für das abendliche Achtelfinal-Match im DFB-Pokal zu räumen. So aber kassierten die Löwen beim Drittligisten wieder einmal eine ganz bittere Pleite, die beim Anhang zu reichlich Frust führte und auch einen alles andere als erfreuten Trainer Vitor Pereira zurückließ.

Der portugiesische Fußball-Lehrer sah indes auf der vereinseigenen Webseite im schwierigen Geläuf einen nicht unwesentlichen Faktor für die 0:2-Niederlage: „Wir haben heute nicht nur gegen einen starken Drittligisten gespielt, der hier schon zwei Bundesligist rausgeworfen hat, sondern auch gegen den Platz. Es unheimlich schwergefallen, damit zurecht zu kommen, während sich der Gegner auf diesem Untergrund leichter tat.“

Maximilian Wittek entwaffnend ehrlich

Alleine den Platz für die Niederlage verantwortlich zu machen, wäre freilich viel zu einfach, denn mit einem Auftritt wie am Mittwochabend wird es Sechzig auch schwer haben, die 2. Bundesliga zu halten und es bleibt zu offen, dass intern klarere Worte fallen, zumal es eigentlich nicht passieren darf, dass man sich in einem auch finanziell für den Verein enorm wichtigen Spiel „den Schneid abkaufen lässt“, wie zumindest Maximilian Wittek ohne Umschweife einräumte.

„ Unsere Realität ist die Zweite Liga. ”
Vitor Pereira

Vitor Pereira, der nach dem Spiel „ebenfalls enttäuscht und traurig“ war, richtete den Blick indes schon kurz nach dem Pokal-Aus auf die anstehenden Aufgaben: „Unsere Realität ist die Zweite Liga. Wir müssen uns jetzt auf den Aufbau und die Weiterentwicklung unserer Mannschaft konzentrieren.“

Schon am Samstag steht zu Hause gegen den Karlsruher SC und damit gegen einen direkten Konkurrenten das nächste wichtige Duell auf dem Programm. Eine erneute Niederlage gegen die gut aus der Winterpause gekommenen Badener hätte an der Grünwalder Straße wohl schon wieder mächtig Unruhe zur Folge.

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