2. Bundesliga: Die Erkenntnisse des 14. Spieltags

Unsere Analyse zum Wochenende

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Donnerstag, 01.12.16 | 10:46
Nicolai Rapp lässt sich für seinen Führungstreffer gegen Arminia Bielefeld feiern.

Fürths Nicolai Rapp (Nr. 5) traf gegen Bielefeld vorne wie hinten. ©Imago

Eine Erkenntnis des 14. Spieltags in der 2. Bundesliga: Neue Besen kehren nicht immer gut. Daniel Bierofka gelang als Interimstrainer bei 1860 München kein guter Einstand, er verlor mit 1:2 in Braunschweig. Natürlich kam das nicht ganz überraschend – andere Erkenntnisse des Wochenendes dagegen schon.

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Für Interimscoach Janós Radoki war es ein perfektes Debüt. Nicht nur, weil seine Mannschaft mit 2:1 gegen Arminia Bielefeld gewann, sondern auch, weil Radoki den Erfolg höchstpersönlich einwechselte: Zwölf Minuten vor Schluss brachte er Zlatko Tripic, der in der 90. Minute den Siegtreffer erzielte – auf Vorlage des ebenfalls eingewechselten Serdar Dursun.

Radoki hat jetzt aber die Aufgabe, seinen Spielen klar zu machen, dass es besser ist, nur auf einer Seite Tore zu schießen. Gegen Bielefeld traf nämlich Nicolai Rapp erst zum 1:0, nach dem Seitenwechsel dann aber auch ins eigene Tor zum Ausgleich. Selbiges war in dieser Saison schon seinem Innenverteidiger-Kollegen Marcel Franke passiert – am 3. Spieltag beim 3:2 gegen Aue.

Fortuna Düsseldorf: Vereinsname wurde offenbar mit Bedacht gewählt

Fortuna ist in der griechischen Mythologie die Glücksgöttin. Kein Wunder also, dass sich viele Vereine bei der Namensgebung an ihr orientiert haben. Und Fortuna Düsseldorf lieferte beim 2:2 gegen Hannover 96 am Wochenende den klaren Beweis, dass der Verein den Namen absolut zurecht trägt. Bis zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer von Ihlas Bebou in der 52. Minute hatten die Rheinländer nämlich praktisch keine Chance gegen die Niedersachsen.

Stattdessen waren die Gastgeber mit Fortuna im Bunde: Hannover hätte nach dem 1:0 durch Kenan Karaman noch einige Tore nachlegen können: Noah-Joel Sarenren-Bazee und Karaman scheiterten am Aluminium, zudem retten Kaan Ayhan und Axel Bellinghausen 2-mal für F95 auf der Linie. Über mangelndes Glück konnten sich die Düsseldorfer also beim besten Willen nicht beschweren.

Erzgebirge Aue: Wenn der Köpke nicht wäre

Die „Veilchen“ schafften es am Freitag, nach vier Niederlagen in Folge endlich mal wieder einen Punkt zu ergattern. Zwar reichte das nicht, um die Abstiegsränge zu verlassen, aber dennoch konnten die Erzgebirgler mit dem 1:1 beim starken Mit-Aufsteiger Würzburger Kickers sicher gut leben. Bedanken durfte sich Aue am Ende wieder einmal bei Pascal Köpke.

Der Stürmer erzielte bereits sein siebtes Saisontor, in der kompletten vorherigen Spielzeit kam er auf zehn Treffer. Gleichzeitig ist die Torgefahr Köpkes aber ein Indiz für die Berechenbarkeit der Sachsen, denn kein anderer Spieler im Kader des FCE markierte bisher mehr als zwei Tore. Besonders Köpkes Offensivkollegen Martin Toshev, Dimitrij Nazarov und Max Wegner sind hier gefordert: Keiner von ihnen hat bislang getroffen.