Arminia Bielefeld: Die Mannschaft steht hinter dem Trainer

Kellerduell in Ingolstadt dennoch ein Schlüsselspiel

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 21.09.20 | 08:16
Julian Börner

Will mit Jeff Saibene weitermachen: Kapitän Julian Börner © Imago / PMK

Arminia Bielefeld schlittert immer tiefer in die Krise. Gegen den FC St. Pauli (1:2) kassierten die Ostwestfalen ihre sechs Pflichtspielniederlage in Folge und haben nun nur noch drei Punkte Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz.

Dass angesichts dieser Negativserie Diskussionen auch um den Trainer aufkommen, ist nicht wirklich überraschend. Jeff Saibene lässt sich davon aber laut seiner Aussage in der Neuen Westfälischen nicht ablenken: „Wenn man viele Spiele verliert, steht der Trainer zur Debatte. Ich weiß, dass das zum Geschäft gehört, aber es lässt mich komplett kalt.“

Vielleicht aber auch deshalb, weil Saibene nach dem Auftritt seines Teams gegen St. Pauli zuversichtlich an das Kellerduell nächste Woche beim FC Ingolstadt herangeht, das auch für den Coach zum Schlüsselspiel werden könnte: „Wir waren gut im Spiel, müssen jetzt aufstehen, an die Einstellung und Leistung anknüpfen und dann werden wir unsere Spiele auch wieder gewinnen“, so der Arminen-Coach auf der Klub-Homepage.

Zwei Kellerduelle in Folge

Dass in Bielefeld die üblichen Mechanismen greifen werden, wenn es auch in Ingolstadt schief gehen sollte, ist nicht gewiss. Sport-Geschäftsführer Samir Arabi nahm neben den Profis nun aber auch den Trainer ausdrücklich mit in die Pflicht. Aufgabe der Mannschaft und des Trainerteams ist es laut Arabi nun, „auf dem Guten aufzubauen und die Fehler abzustellen.“

„ Wir wollen nicht, dass der Trainer gehen muss. ”
Julian Börner

Dass die Mannschaft gewillt ist, die Wende zu schaffen, steht nicht nur wegen der engagierten Vorstellung gegen St. Pauli außer Frage. Vielmehr stützt Kapitän Julian Börner, der nach zwei Spielen auf der Bank schon im Pokal gegen Duisburg in die Startelf zurückgekehrt war, den Coach in der „Neuen Westfälischen“: „Der Trainer ist doch die ärmste Sau. Wir wollen nicht, dass er gehen muss, und sind noch lange nicht soweit, dass wir ihn in Frage stellen.“

In Ingolstadt freilich muss das Team erneut zeigen, es mit Saibene schaffen zu wollen und nicht nur eine ordentliche Leistung abliefern, sondern auch wieder punkten. Andernfalls droht zumindest eine sehr unruhige Länderspielpause, nach der es gegen den MSV Duisburg gleich mit dem nächsten Kellerduell weitergeht. Man darf mit Blick auf die Arminia also fraglos von richtungsweisenden Wochen sprechen.

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