Arminia Bielefeld: Dominanz mit Schönheitsfehlern

Offensive liefert - gegen den Ball noch Nachholbedarf

Brian Behrendt gegen Marco Grüttner

Brian Behrendt (vorne) und Co. feierten gegen Regensburg den zweiten Sieg in Folge. ©Imago images/Sascha Janne

Mit dem 3:1-Erfolg beim SSV Jahn Regensburg übernahm Arminia Bielefeld zumindest vorübergehend die Tabellenführung in der 2. Bundesliga – ein Status, der aufgrund der noch jungen Saison zwar nur eingeschränkte Aussagekraft besitzt, aber dennoch einiges über das Leistungsvermögen der Ostwestfalen aussagt.

Offensive Wucht

Diese zeigten sich auch in Regensburg äußerst gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse und dominierten das Geschehen auf fremdem Platz. Ballbesitzfußball mit Passsicherheit im Stile von Uwe Neuhaus – den die Bielefelder auf dem Platz mit Effektivität verknüpfen, wie die drei Tore gegen den Jahn durch Joan Simun Edmundsson, Manuel Prietl und Reinhold Yabo beweisen.

In den letzten drei Spielen gelangen dem DSC so jeweils drei Tore – mit insgesamt zehn Treffern stellt Bielefeld derzeit die beste Offensive der Liga. In dieser kann Anführer Fabian Klos wie beim Spiel in Regensburg zu sehen auch als Vorbereiter glänzen, Andreas Voglsammer gibt den nimmermüden Antreiber und Joan Simun Edmundsson nutzt seine Einsatzchancen. Aus dem Mittelfeld kommt die nötige Unterstützung, auch Rechtsverteidiger Jonathan Clauss überzeugt in der laufenden Saison bisher mit seinen Vorstößen.

Anfällig in Halbzeit zwei

Allerdings: Trotz ihres dominanten Auftretens nimmt sich die Arminia in ihren Spielen oft Auszeiten. Gegen Regensburg war das direkt nach der Pause der Fall, als die Neuhaus-Truppe den Ausgleich kassierte. Daraufhin fehlte dem DSC der nötige Zugriff, um das eigene Spiel durchzusetzen. Das Gegentor nach dem Pausenpfiff war dabei weitaus kein Zufall, bereits gegen Bochum und Aue kassierte Bielefeld alle Gegentreffer in Halbzeit zwei.

Die defensive Stabilität ist folgerichtig etwas, wo Neuhaus ansetzen muss. In jedem ihrer vier Saisonspiele kassierte die Arminia bisher mindestens einen Gegentreffer. Zudem steht Bielefeld und speziell Trainer Neuhaus nun vor der Herausforderung, die starken Leistungen zu bestätigen.

Denn der DSC startet oft gut in die Saison, sammelte zum Beispiel in der Saison 2017/18 zehn Punkte aus den ersten vier Spielen, im vergangenen Jahr waren es sieben Zähler. In beiden Spielzeiten folgte dann allerdings Mitte der Hinserie eine Ergebniskrise. In der aktuellen Saison warten an den nächsten vier Spieltagen unter anderem die Aufstiegsaspiranten Hannover und Stuttgart – dann kann es erste Rückschlüsse darüber geben, wohin die Reise der Arminia in dieser Saison geht.

Schon Mitglied bei Wettanbieter betfair? Jetzt exklusiven betfair Bonus sichern & mit bis zu 100€ gratis Guthaben auf Bielefeld wetten!