Die Flops der Saison 2017/18

Was lief schlecht im letzten Jahr?

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Donnerstag, 24.05.18 | 08:08

In jeder Saison gibt es Grund zum Jubeln, aber auch oft Enttäuschungen. Auch die abgelaufene Spielzeit der 2. Bundesliga hatte an beiden Enden der Skala einiges zu bieten. Wir haben nicht nur die Tops der letzten 34 Spieltage gewürdigt, sondern nehmen auch die weniger guten Erscheinungen unter die Lupe. Im Folgenden präsentieren wir Euch die unserer Meinung nach drei größten Flops der Saison.

1. Größter Abstiegskampf seit Jahren

Was auf den ersten Blick positiv klingt und ja auch tatsächlich jede Menge Spannung mit sich brachte, ist bei näherem Hinsehen doch das Resultat von vielen Fehleinschätzungen. Dass zeitweise mehr als zehn Mannschaften ernste Abstiegssorgen hatten, ist nicht unbedingt mit der hohen Qualität im Keller der 2. Liga zu erklären. Vielmehr zeugt es auch von überzogenen Ambitionen bei einigen Klubs gepaart mit schlechten Entscheidungen.

Eintracht Braunschweig, St. Pauli, Ingolstadt oder auch Union Berlin waren sicher mit anderen Ansprüchen in die Saison gestartet. Gerade die Eisernen demonstrierten mit der Entlassung von Jens Keller im Dezember auf Platz vier liegend, dass die Erwartungshaltung den Aufstieg vorsah. Stattdessen ging es abwärts und noch am 32. Spieltag betrug der Vorsprung auf Platz 16  nur drei Punkte.

2. Transferpolitik beim FC Ingolstadt

Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg sollte es beim FC Ingolstadt heißen. Gleich elf neue Spieler kamen vor und während der Saison zum FCI. Königstransfer dabei war Stefan Kutschke, der für die Tore sorgen sollte. Es blieb bei sieben Treffern des Millionen-Transfers. Dafür hatte man auf der anderen Seite Lukas Hinterseer ablösefrei nach Bochum ziehen lassen, wo dieser 14 Treffer erzielte.

Auch für die anstehende Saison deutet sich wieder ein reges Kommen und Gehen bei den Schanzern an: Sechs Spieler erhalten keinen neuen Vertrag und dürfen den Verein verlassen. Ihre Nachfolger werden sicherlich den Auftrag haben, mehr als den neunten Platz zu erreichen.

3. Schiedsrichter in der Kritik

Schiedsrichterschelten und Verschwörungstheorien schienen sich gerade in der Rückrunde zu häufen. Doch ist es zwar an den letzten Spieltagen vor allem Erzgebirge Aue gewesen, das stark unter Fehlentscheidungen wie denen gegen Darmstadt gelitten hat, doch am 23. Spieltag etwa erzielten die Auer ein Tor gegen Kiel, dem ein klares Foul vorausgegangen war. Viele Fehler dürften dabei vermeidbar gewesen sein.

Auf eine Einführung des – wenn auch noch nicht ausgereiften – Videobeweises oder zumindest der Torlinientechnologie auch in der 2. Bundesliga sollte daher nicht mehr länger verzichtet werden. Dass dem Fußball dadurch die geliebten Diskussionen ausgehen könnten, ist angesichts der zurückliegenden Saison der 1. Bundesliga nicht zu befürchten.

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