Erzgebirge Aue: Defensiv nun komplett?

Ein Trio ist noch nicht voll belastbar

Daniel Meyer

Hat trotz Neuzugang Marko Mihojevic im Abwehrbereich noch Sorgen: Daniel Meyer. © imago images / Picture Point

Mit der Verpflichtung von Marko Mihojevic, der inklusive Kaufoption für ein Jahr von PAOK Saloniki ausgeliehen wurde, hat Erzgebirge Aue die von Trainer Daniel Meyer noch gewünschte Verstärkung für die Innenverteidigung an Land gezogen. Trotz der Ankunft des 23 Jahre alten Bosniers gibt es in der letzten Reihe drei Wochen vor dem Saisonstart bei Greuther Fürth noch einige Sorgen.

Denn mit Malcolm Cacutalua, Dennis Kempe und Louis Samson stehen drei Defensivkräfte weiterhin nicht zur Verfügung. Während Cacutalua nach seinem Kreuzbandriss in den Planungen bis Weihnachten keine Rolle spielt, dürften auch Kempe nach einer Knie-OP und Samson nach einem Mittelfußbruch in den ersten Saisonspielen noch keine vollwertigen Alternativen sein. Immerhin soll das Duo aber bald wieder mit dem Team trainieren.

Wydra steigt ein

Bereits kurzfristig wieder im Training erwartet wird Dominik Wydra, der seine Hüftprobleme offenkundig überwunden hat und bis zur Reise nach Fürth zumindest nahe an die 100 Prozent kommen dürfte. Mit dem Österreicher, den Neuzugängen Mihojevic und Sören Gonther sowie Steve Breitkreuz, Fabian Kalig und Filip Kusic stehen sechs Akteure für eine zumindest in Abwesenheit von Kempe wahrscheinliche Dreierkette zur Auswahl.

Beim enorm wichtigen Breitkreuz ist nach den Problemen der Vorsaison aber etwas Skepsis angesagt. „Breitkreuz zeigt erneut eine Reaktion auf die derzeitigen Belastungen“, ließ Meyer in Bild durchblicken und drängte auch deshalb auf die Verpflichtung von Mihojevic, der vergangene Saison auf Leihbasis 22 Erstligaspiele in Griechenland für OFI Kreta bestritten hat.

Erleidet Breitkreuz aber keinen schwerwiegenderen Rückschlag, scheint Aue im Defensivbereich nun schon zum Start qualitativ wie quantitativ gut aufgestellt. Und wenn sich im Laufe der kommenden Wochen und Monate auch die Verletzten zurückmelden, darf sich Coach Meyer sogar auf einen intensiven Kampf um die Plätze freuen.