Erzgebirge Aue: Die Flaute hält an

Veilchen 2020 weiterhin ohne Tor

Pascal Testroet beim FC Erzgebirge Aue

Da hilft kein reklamieren: 2020 durfte Erzgebirge Aue noch kein eigenes Tor bejubeln. © imago images/Eibner

Dank des 3:1-Sieges über Greuther Fürth drei Tage vor Heiligabend konnte Erzgebirge Aue entspannt Weihnachten feiern. Weil die Veilchen mit nur zwei Punkten Rückstand auf Platz zwei auf einem beachtlichen fünften Rang überwinterten, wurde in Aue zumindest leise von mehr geträumt. Die Verantwortlichen indes waren weit davon entfernt, den Blick für die Realität zu verlieren.

Klubboss Helge Leonhardt etwa sprach Mitte Januar gegenüber dem Kicker davon, dass die Rückrunde „eklig und hart“ werde. Und nach jetzigem Stand hatte Leonhardt damit nicht unrecht. Denn mit nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen beim SV Wehen Wiesbaden (0:1), gegen Arminia Bielefeld (0:0) und nun beim VfB Stuttgart (0:3) hat Aue keinen guten Start ins neue Jahr hingelegt.

Sicherlich ist die maue Ausbeute auch ein Stück weit der Qualität der Gegner geschuldet, aber dennoch gibt es auch Ansatzpunkte, sich Sorgen zu machen. Insbesondere fehlt es dem FCE im Jahr 2020 offensiv an Durchschlagskraft. Stellte Aue im Winter mit 29 Toren immerhin noch die sechstbeste Offensive der Liga, steht nach 270 Minuten im neuen Jahr vorne noch die Null.

Zwei richtungsweisende Spiele stehen an

In Stuttgart durfte sich als vorderste Spitze Christoph Daferner versuchen, nachdem Florian Krüger gegen Bielefeld mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste und die Woche über nicht voll trainieren konnte. Krüger kam zwar wie Pascal Testroet im Laufe der zweiten Halbzeit ins Spiel, konnte die Auer Flaute aber auch nicht beenden.

Zu Hause gegen Holstein Kiel und beim VfL Osnabrück warten nun zwei richtungsweisende Partien auf die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster, ehe mit dem Hamburger SV der nächste Hochkaräter in Aue gastiert.

Gibt es auch in den nächsten beiden Spielen nichts Zählbares, müsste der Blick wohl erst einmal verstärkt nach unten gerichtet werden. Noch ist der Vorsprung auf Platz 16 mit zehn Punkten zwar komfortabel, doch bereits am heutigen Sonntag könnte das Polster noch etwas schrumpfen.