Erzgebirge Aue: Dirk Schusters Ruf nach Verstärkung wird lauter

Beim Pokalspiel in Ulm bleiben wohl Kaderplätze frei

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 12.09.20 | 08:00
Dirk Schuster

Sieht noch Handlungsbedarf auf dem Transfermarkt: Dirk Schuster. © imago images / Picture Point

Der 2:0-Sieg des SSV Ulm 1846 am vergangenen Wochenende im Top-Spiel der Regionalliga Südwest gegen die SV Elversberg sollte für Erzgebirge Aue Warnung genug sein, den Gegner der ersten Pokalrunde am heutigen Samstag (Anstoß: 18.30 Uhr) nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Neben der Qualität beim Gegner treibt die Auer Verantwortlichen um Trainer Dirk Schuster aber auch die Sorge um die eigene, nicht optimale Besetzung um.

Denn neben den langzeitverletzten Innenverteidigern Steve Breitkreuz und Fabian Kalig verpassen auch der erkrankte Clemens Fandrich und der gesperrte Niklas Jeck das Gastspiel in Ulm. Zudem stehen noch Fragezeichen hinter den angeschlagenen Malcolm Cacutalua und Gaetan Bussmann.

Weil Aue ohnehin über eines der kleinsten Aufgebote in der 2. Bundesliga verfügt, wird Coach Schuster aller Voraussicht nach keine vollbesetzte Ersatzbank vorfinden. „Wir werden nicht alle Kaderplätze besetzen können. Auf dem Spielberichtsbogen werden wahrscheinlich ein oder zwei Felder leer bleiben“, ließ der 52 Jahre alte Fußball-Lehrer in Bild durchblicken, dass die personellen Voraussetzungen nicht die besten sind.

Schuster sieht vor allem auf dem Flügel Bedarf

Im Zuge dessen unterstrich Schuster abermals seinen Wunsch nach Verstärkung, die mit Einnahmen aus der zweiten Runde im DFB-Pokal wohl leichter zu realisieren wären. Wohl auch in Richtung der Vereinsführung erneuerte der FCE-Coach seine schon in den vergangenen Wochen mehrfach geäußerte Forderung nach neuem Personal insbesondere im vorderen Bereich: „Auf den offensiven Außenbahnen müssen wir definitiv etwas machen. Wir brauchen mehr Tempo, Spielwitz und Kreativität. Ein, zwei oder drei Spieler, die flexibel einsetzbar sein sollten, würden uns noch ganz gut zu Gesicht stehen.“

„ Auf den offensiven Außenbahnen müssen wir definitiv etwas machen. ”
Dirk Schuster

Ob sich Schusters Wünsche erfüllen lassen, bleibt angesichts der coronabedingten Einbußen aber abzuwarten, zumal die Veilchen mit Robert Herrmann ja bereits einen Spieler für genau diese Positionen trotz laufendem Vertrag ablösefrei nach Würzburg ziehen ließen.

Auch, weil Klubboss Helge Leonhardt größten Wert auf seriöses Wirtschaften legt und nicht mehr Geld ausgeben will als eingenommen wird. Genau deshalb wären die rund 350.000 Euro, die das Erreichen der zweiten Pokalrunde in die Kassen spülen würde, von enormer Bedeutung.