Erzgebirge Aue: Ein weiteres Jahr mit Dennis Kempe?

Routinier hat offenbar gute Chancen auf eine Verlängerung

Dennis Kempe

Dennis Kempe (r.) kam 2017 vom Karlsruher SC nach Aue. © imago images / Picture Point

Mit Marko Mihojevic (PAOK Saloniki) und Jacob Rasmussen (AC Florenz) sind zwei Innenverteidiger im Kader von Erzgebirge Aue nur bis zum Saisonende ausgeliehen. Während bei Rasmussen keine Kaufoption vorhanden ist, bleibt abzuwarten, ob in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation eine feste Verpflichtung des mit seinen Leistungen auch bei anderen Klubs ins Blickfeld gerückten Mihojevic gestemmt werden kann.

Weil mit Steve Breitkreuz und Fabian Kalig zwei weitere Innenverteidiger langzeitverletzt sind und der Vertrag von Filip Kusic ausläuft, kann der FCE im Abwehrzentrum derzeit nur mit Sören Gonther und Malcolm Cacutalua fix über das Saisonende hinaus planen.

Eine zusätzliche Alternative für die Innenverteidigung in der Hinterhand zu haben, wäre unabhängig von möglichen Neu- oder Weiterverpflichtungen auf jeden Fall Gold wert. Erst recht, wenn es sich dabei um einen ebenso erfahrenen wie vielseitigen Akteur handelt. Wie Dennis Kempe, der eigentlich auf der linken Abwehrseite zu Hause ist, seit seiner Verpflichtung vom Karlsruher SC anno 2017 aber auch schon mehrfach im Abwehrzentrum eingesprungen ist.

Wertschätzung von Coach Schuster

Der Vertrag des 33-Jährigen, der in dieser Saison auch verletzungsbedingt bislang nur auf zwölf Einsätze gekommen ist, läuft allerdings am 30. Juni aus und inmitten der Corona-Krise werden in Aue derzeit keine konkreten Gespräche über eine Verlängerung geführt. Nach Informationen des „Kicker“ (Ausgabe 37/2020 vom 30.04.2020) hat Kempe aber gute Chancen auf einen Verbleib im Erzgebirge. Trainer Dirk Schuster soll den ältesten Profi in seinem Kader sehr schätzen.

Eine Rolle dürfte es überdies spielen, dass kein zweiter gelernter Linksverteidiger im Aufgebot steht. Calogero Rizzuto, der in dieser Saison häufig die linke Außenbahn bekleidet, fühlt sich als Rechtsfuß eigentlich auf der anderen Seite wohler. Die nicht vorhandenen Alternativen auf links und Kempes mögliche Funktion als Backup in der Innenverteidigung sind neben Schusters Wertschätzung Argumente, die einen Verbleib des Routiniers wahrscheinlich machen.