Erzgebirge Aue: Helge Leonhardt erhöht den internen Druck

Klubboss sieht Handlungsbedarf

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 12.02.19 | 17:38
Helge Leonhardt

Helge Leonhardt (r.) hat klare Forderungen an Trainer Daniel Meyer © Imago / Picture Point

Erzgebirge Aue ist auch nach drei Spieltagen im neuen Jahr noch ohne Punkt und ohne Tor. Neben der Spielabsage gegen den 1. FC Köln stehen Niederlagen beim 1. FC Magdeburg (0:1) und gegen den FC Ingolstadt (0:3) zu Buche, die noch einmal mehr schmerzen, weil beide Kellerklubs den Veilchen damit näher gekommen sind.

Auch Klubboss Helge Leonhardt ist es natürlich nicht verborgen geblieben, dass der Vorsprung auf Rang 16 auf sechs Punkte geschmolzen ist und selbst Tabellenschlusslicht MSV Duisburg auch nur noch sechs Zähler weniger auf dem Konto hat. Dementsprechend ist für Leonhardt nun der Zeitpunkt gekommen, um die Dinge wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

Gegenüber Bild kündigte Leonhardt für den heutigen Dienstag interne Gespräche vor allem über den schwachen Auftritt gegen Ingolstadt an: „Ich will die Meinung der Trainer und Führungsspieler hören. Gegen Ingolstadt war es kollektives Versagen. Das ist für mich völlig unverständlich. Wir müssen reagieren.“

Klare Ansage in Richtung Trainer

Dabei wird Leonhardt, der sich schon „wieder mittendrin im Schlamassel“ wähnt und einen Abstiegskampf bis zum Schluss fürchtet, keine Ausreden gelten lassen. Bereits in „Bild“ machte Leonhardt deutlich, das von Trainer Daniel Meyer nach der Partie gegen Ingolstadt als schwerwiegend angeführte Fehlen des abgewanderte Nicolai Rapp (1. FC Union Berlin), des verletzten Steve Breitkreuz und des gesperrten Philipp Riese nicht als Begründung zu akzeptieren.

„ Ich erwarte, dass im Training die Zügel angezogen werden. ”
Helge Leonhardt

Verbunden damit war auch eine klare Ansage Leonhardts an den Trainer, der nun auch bei der täglichen Arbeit wieder besonders im Fokus steht: „Die Leistung gegen Ingolstadt lässt sich nicht mit dem Fehlen von ein, zwei Jungs erklären. Ich erwarte, dass im Training die Zügel angezogen werden. Wir machen hier keinen Spaß. Das ist knallharter Leistungssport, wo es um Existenzen geht.“ Den freien Tag am heutigen Dienstag haben die Verantwortlichen nach Liga-Zwei.de-Informationen jedenfalls schon mal gestrichen.

Bleibt abzuwarten, ob die Mannschaft am Samstag im schwierigen Auswärtsspiel beim FC St. Pauli die erhoffte Reaktion zeigt. Falls nicht und insbesondere bei einer ähnlichen Leistung wie gegen Ingolstadt könnte es in Aue richtig unruhig werden.

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