Erzgebirge Aue: Lieblingsgegner St. Pauli

Rosarote Veilchen-Bilanz gegen die Braun-Weißen

Filip Trojan gegen Marc Hensel

Heute Co-Trainer, früher war Marc Hensel (r.) beim ersten FCE-Sieg gegen St. Pauli dabei. ©Imago images/Bild13

Zuletzt musste Erzgebirge Aue etwas abreißen lassen. Dem furiosen 4:3-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg folgte eine Niederlage in Darmstadt sowie zwei Remis in Folge – nichtsdestotrotz stehen die Veilchen weiterhin auf einem sehr guten vierten Tabellenplatz. Ob sich die Schuster-Elf dort festsetzen kann? Das hängt auch vom kommenden Spiel ab, in dem es für den FCE gegen den Lieblingsgegner geht.

Gemeint ist der FC St. Pauli. 17 Pflichtspiele gab es zwischen den beiden Vereinen, nur zwei davon verlor Erzgebirge Aue, gewann zehn davon. Gegen keinen anderen Verein, gegen den Aue mindestens 17 Spiele bestritt, ist die Bilanz so gut wie gegen St. Pauli. Dabei sah es anfangs gar nicht danach aus.

Enttäuschung & Triumph

Im Spätnovember 2007 standen sich beide Klubs das erste Mal gegenüber, es war der 14. Spieltag der Zweitliga-Saison 2007/08. St. Pauli und Aue rangierten damals auf Rang zehn bzw. 14, das Ergebnis passt zum Duell im hinteren Tabellenmittelfeld: 0:0. Das Rückspiel sollte St. Pauli dann mit 4:2 gewinnen – nachdem Aue bereits durch Tore von Sanibal Orahovac und Skerdilaid Curri mit 2:1 führte. Durch die Niederlage betrug der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze sieben Punkte, die Rettung schaffte der FCE nicht mehr, stieg ab.

Ein Wiedersehen mit St. Pauli gab es allerdings schon wenige Monate später, im DFB-Pokal. Aue beförderte St. Pauli damals aus dem Wettbewerb, gewann mit 5:4 im Elfmeterschießen – der Anfang der eingangs angesprochenen starken Bilanz gegen den Kiezklub.

Starke Bilanz im eigenen Wohnzimmer

Fortan sollten Spieler wie Ronny König oder Jakub Sylvestr den Veilchen Siege gegen St. Pauli bringen. Mochte sich die Mannschaft auch über die Jahre verändern, eins hatte Bestand: Spiele gegen St. Pauli lieferten Punkte, ob der Trainer an der Seitenlinie nun Rico Schmitt, Karsten Baumann, Tomislav Stipic oder Pavel Dotchev hieß. Nur noch eine Niederlage gegen St. Pauli im Jahr 2013 steht in den Annalen. Einer weiß es noch: Martin Männel stand damals bereits im FCE-Kasten.

Seit sechs Jahren ist er und der Verein also nun gegen die Kiezkicker ungeschlagen, alle Spiele im Erzgebirge gewann die Heimelf seitdem! Ein interessanter Fakt, bedenkt man, dass die Neuauflage des Duells in Aue stattfindet. Darauf dürfte sich dann vor allem Jan Hochscheidt freuen, der in den beiden Duellen der letzten Saison (3:1, 2:1) drei Treffer erzielte.

Sein Wissen, wie man gegen St. Pauli trifft, muss er jetzt allerdings weitergeben, Hochscheidt ist rotgesperrt. Ob der FCE seine starke Bilanz weiter aufpolieren kann, entscheidet sich am Freitag um 18:30 Uhr. Dann wird die Partie angepfiffen.