Erzgebirge Aue: Malcolm Cacutalua bereitet Sorgen

Innenverteidiger verletzt sich am vorgeschädigten Knie

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 06.09.20 | 07:17
Malcolm Cacutalua

Hofft auf Entwarnung: Malcolm Cacutalua (Mitte). © imago images / Eibner

Nach drei Testspielsiegen in Folge gegen Pogon Stettin II (4:0), den 1. FC Magdeburg (3:1) und die zweite Mannschaft des FC Bayern München (3:0) hat Erzgebirge Aue die Generalprobe für die erste Runde im DFB-Pokal kommende Woche beim SSV Ulm 1846 verpatzt. Im Sachsenderby gegen Dynamo Dresden, das in Lößnitz unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen wurde, zog Aue am gestrigen Samstag mit 0:1 den Kürzeren.

Vor allem in der ersten Halbzeit war der FCE gegen den in der neuen Saison nur drittklassigen Erzrivalen nicht präsent genug und geriet folgerichtig schon nach sieben Minuten durch Agyemang Diawusie in Rückstand. Erst nach der Pause steigerte sich die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster, schaffte den Ausgleich aber nicht. Bei der besten Gelegenheit scheiterte Dimitrij Nazarov in der 82. Minute per Elfmeter an Dynamo-Keeper Kevin Broll.

Cacutalua noch vor der Pause ausgewechselt

Während trotz der Niederlage das Comeback von Kapitän und Stammtorwart Martin Männel nach seiner im Juni erlittenen Schulterverletzung erfreulich war, gibt es im zentralen Abwehrbereich neue Sorgen. Eigentlich war man in Aue guter Dinge, die Abgänge der Leihspieler Marko Mihojevic und Jacob Rasmussen mit dem just aus Dresden gekommenen Florian Ballas sowie dem nach seiner Ausleihe zum VfB Auerbach in der Vorbereitung überzeugenden Youngster Niklas Jeck gut kompensiert zu haben, doch nun droht ein Ausfall von Malcolm Cacutalua.

Der 25-Jährige, der nach einem im März 2019 erlittenen Kreuzband- und Außenmeniskusriss im rechten Knie erst im Endspurt der vergangenen Saison wieder zu einer vollwertigen Alternative geworden ist, musste gegen Dresden kurz vor der Pause verletzungsbedingt vom Feld. Den Innenverteidiger erwischte es ausgerechnet am vorgeschädigten Knie, sodass zumindest befürchtet werden muss, dass Cacutalua erneut eine längere Zwangspause droht.

Noch allerdings gibt es keine Diagnose, die aber zeitnah folgen dürfte. Sollte sich Cacutalua schlimmer verletzt haben, könnte Aue dazu gezwungen sein, die Suche nach Verstärkung, die sich aktuell auf die Offensive konzentriert, auf die Innenverteidigung auszuweiten. Denn mit Fabian Kalig und Steve Breitkreuz ist bekanntlich mit zwei langzeitverletzten Abwehrspielern auf absehbare Zeit nicht zu rechnen.