Erzgebirge Aue: Noch kein Nachfolger für Dotchev

Co-Trainer übernehmen interimsweise das Training

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Mittwoch, 01.03.17 | 09:55
Pavel Dotchev und Helge Leonhadt

Gehen im Guten auseinander. Ex-Trainer Pavel Dotchev und Präsident Helge Leonhardt (r.). ©Imago

Nun ist es auch ganz offiziell: Erzgebirge Aue hat am Dienstagmittag auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass Pavel Dotchev nicht länger Trainer der „Veilchen“ sein wird. Nach der bitteren 1:4-Niederlage im Sachsen-Derby gegen Dynamo Dresden habe der Coach seinen Rücktritt angeboten. Diesem habe der Verein gestern Abend zugestimmt, so Präsident Helge Leonhardt auf der PK. Vorerst übernehmen die Co-Trainer Robin Lenk, Max Urwantschky und Werner Schoupa das Training.

Abschied unter Tränen

Ungewöhnlich war, dass auf der Pressekonferenz auch der zurückgetretene Pavel Dotchev anwesend war. Der Bulgare erklärte seinen Rücktritt so: „Es hat sich schon vor dem Spiel gegen Dresden angedeutet, dass die Mannschaft verunsichert ist. Für mich ist der Rücktritt eine schwierige Entscheidung gewesen, die mich viel Kraft gekostet hat. Aber es geht hier nicht um Pavel Dotchev, sondern um den Verein.“ 

„ Pavel, in meinen Augen bist du ein Ehrenmann! ”
Helge Leonhardt

Er wünsche dem FC Erzgebirge im Abstiegskampf alles Gute, so Dotchev weiter. Zum Ende seiner Ausführungen hatte er mit den Tränen zu kämpfen – ein klares Zeichen dafür, wie viel der Klub dem 51-Jährigen bedeutet. Auch Präsident Leonhardt war sichtlich bewegt, als er sagte: „Pavel, in meinen Augen bist du ein Ehrenmann!“ Zum Schluss verabschiedete Leonhardt den scheidenden Trainer mit einer Umarmung. In den nächsten Tagen gehe es für Aue nun darum, einen geeigneten Nachfolger zu finden.

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