Erzgebirge Aue: Pause zum richtigen Zeitpunkt

Sorgt Enzo Zidane für mehr Möglichkeiten?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 08.11.2020 | 07:54
Steve Breitkreuz gegen Kiel.

Eine Diagnose für den kurzfristig ausgefallenen Steve Breitkreuz steht noch aus. ©imago images/Picture Point

Die Reise von Erzgebirge Aue zu Hannover 96 stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Die Veilchen hatten vor dem Gastspiel in Niedersachsen aus drei Spielen nur einen mageren Punkt geholt und liefen Gefahr, nach gutem Start in der Tabelle noch weiter abzurutschen. Zudem konnten mit dem rotgesperrten Calogero Rizzuto, den verletzten Fabian Kalig und Erik Majetschak sowie den in Quarantäne befindlichen Sascha Härtel und Jan Hochscheidt gleich fünf Akteure die Fahrt nach Hannover gar nicht antreten.

Dort spitzte sich die Personalsituation im Defensivbereich dann noch weiter zu. Denn neben dem von Knieproblemen geplagten Malcolm Cacutalua und dem erkrankten Louis Samson, der Ausfälle zumindest halbwegs frühzeitig klar waren, verletzte sich beim Aufwärmen auch noch Steve Breitkreuz an der Wade und musste passen. Unter diesem Umständen, wenn auch mit einer ordentlichen Portion Glück, beim Aufstiegsanwärter ein 0:0 mitgenommen zu haben, darf fraglos als Erfolg gewertet werden. Erst recht, weil Aue nach Gelb-Rot für Tom Baumgart in der Schlussphase auch noch in Unterzahl war.

Der eine Punkt hat Aue nun zumindest im Tabellenmittelfeld gehalten. Bei entsprechenden Ergebnissen auf den anderen Plätzen können die Veilchen die Länderspielpause sogar auf Rang neun verbringen. In den zwei Wochen Pause bis zur Partie am 22. November bei Darmstadt 98, die aus Auer Sicht sicher zu keinem schlechten Zeitpunkt kommen, soll sich nun in erster Linie die Liste der Ausfälle verringern.

Enzo Zidane wohl im Anflug

Baumgart fehlt zwar in Darmstadt definitiv gesperrt, doch dafür ist Rizzuto wieder bereit. Auch Samson, Hochscheidt, Cacutalua und Härtel sollten dann wieder zur Verfügung stehen. Abzuwarten bleibt, wie schwer es Breitkreuz erwischt hat, dem bei einer strukturellen Muskelverletzung eine mehrwöchige Zwangspause drohen könnte.

Und möglicherweise stößt schon bald ein neues Gesicht zum Kader von Trainer Dirk Schuster. Gegenüber Tag24 berichtete Klubboss Helge Leonhardt von fortgeschrittenen Gesprächen mit Enzo Zidane. Der Sohn von Zinedine Zidane war zuletzt für UD Almeria aktiv und ist aktuell vereinslos, womit eine Verpflichtung auch außerhalb der Transferperioden möglich wäre. Nach Leonhardts offensiven Aussagen ist gut möglich, dass die Personalie sehr zeitnah in trockene Tücher gebracht wird und der 25-Jährige, der sich wie einst sein Vater im zentralen Mittelfeld am wohlsten fühlt, bald präsentiert werden kann.