Erzgebirge Aue: Samson und Cacutalua springen in die Bresche

Ersatzverteidiger nutzen ihre Chance

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 19.05.20 | 16:12
Louis Samson von Erzgebirge Aue

Lieferte gegen Sandhausen eine gute Vorstellung ab: Louis Samson. © imago images / Camera 4

Mit dem 3:1-Sieg gegen den SV Sandhausen ist Erzgebirge Aue über zwei Monate nach der 1:2-Niederlage im Sachsenderby bei Dynamo Dresden eine erfolgreiche Saisonfortsetzung geglückt. Mit nun 37 Punkten auf dem Konto sind die Veilchen zwar rechnerisch noch nicht durch, doch sollte in Sachen Klassenerhalt an den verbleibenden acht Spieltagen nicht mehr viel anbrennen.

Dabei musste Trainer Dirk Schuster gegen Sandhausen nicht nur auf die gesperrten Tom Baumgart und Calogero Rizzuto sowie die langzeitverletzten Fabian Kalig und Steve Breitkreuz verzichten, sondern kurzfristig mit Marko Mihojevic noch auf einen weiteren Defensivspieler. Warum der bosnische Nationalspieler nicht mitwirken konnte, ist bislang nicht bekannt.

Für Mihojevic rückte Louis Samson ins Team, der seine Sache als zentrales Glied der Dreierkette mit Sören Gonther und Jacob Rasmussen mehr als ordentlich machte. Der 24-Jährige, der eigentlich im defensiven Mittelfed zu Hause ist, sprang indes nicht zum ersten Mal in dieser Rolle ein und stellte einmal mehr unter Beweis, dass auf ihn Verlass ist.

Cacutalua kommt und trifft

Selbiges gelang auch Malcolm Cacutalua, der kurz nach der Pause für den angeschlagenen Routinier Gonther kam und nicht nur hinten mithalf, die Stabilität aufrechtzuerhalten, sondern mit dem Treffer zum 3:0 in der 70. Minute auch die letzten Zweifel am Sieg beseitigte. Der 25-Jährige, der lange wegen eines Kreuzbandrisses ausgefallen und zuvor nur im Dezember zu einem Kurzeinsatz gekommen war, machte bei seinem erst zweiten Saisonspiel deutlich, wieder eine vollwertige Alternative zu sein.

Für Coach Schuster gibt es auch mit Blick auf das intensive Programm in den nächsten Wochen bis Ende Juni sicherlich unangenehmere Probleme, als gleich auf mehreren Positionen die Qual der Wahl zu haben. Sofern es Mihojevic nicht schlimmer erwischt hat, verspricht schon die Aufstellung für die Partie am Freitag beim 1. FC Nürnberg Spannung.