Erzgebirge Aue: Starker Auftritt beendet den Negativlauf

Offensiv scheint der Knoten wieder geplatzt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 01.03.20 | 08:19

Spieler von Erzgebirge Aue feiern Sieg gegen HSV

Endlich wieder Jubel in Aue. Mit einer beeindruckenden Leistung fegten die Sachsen den HSV vom Platz. ©imago images/eibner

Zwei Punkte und nur ein Tor aus den ersten fünf Spielen nach der Winterpause führten dazu, dass in Zusammenhang mit Erzgebirge Aue in den vergangenen Wochen immer wieder die Würzburger Kickers als mahnendes Beispiel angeführt wurden, die 2016/17 nach einer starken Hinrunde böse abstürzten und sogar noch direkt abstiegen.

Mit dem gestrigen 3:0 gegen den Hamburger SV dürfte es sich aber erst einmal erledigt haben, dass derlei Parallelen gezogen werden. Zehn Punkte hat der FCE nun wieder Vorsprung auf Relegationsplatz 16 und sollte bei zwei weiteren Erfolgen in den letzten zehn Runden auf der sicheren Seite sein.

„ Wir können heute sehr stolz sein auf das, was die Mannschaft heute abgeliefert hat. ”
Dirk Schuster

Die Erleichterung in Aue war nach dem überzeugenden und damit auch verdienten Erfolg gegen den favorisierten HSV deutlich zu spüren. So sparte auch Trainer Dirk Schuster auf der Pressekonferenz nach der Begegnung nicht mit Lob für sein Team: "Wir können heute sehr stolz sein auf das, was die Mannschaft heute abgeliefert hat. Gegen eine individuell brutal starke Mannschaft wie den HSV, so eine Leistung auszupacken, mit sehr viel taktischer Disziplin, ist uns sehr gut gelungen."

Klares Übergewicht bei den Torschüssen

Besonders hob Schuster hervor, trotz der spielerischen Klasse des Gegners auch selbst die Initiative ergriffen zu haben: "Wir haben nach Balleroberungen nicht nur Nadelstiche gesetzt und hinten nur den Betonmischer angesetzt, sondern haben aktiv verteidigt."

Bemerkenswert deutlich fiel denn auch das Torschussverhältnis von 23:9 für Aue aus. Vor allem aber sorgte für Freude, dass drei dieser Abschlüsse auch im Tor landeten. Pascal Testroet vor der Pause und Jan Hochscheidt mit einem Doppelpack nach dem Seitenwechsel beendeten die Offensivflaute der letzten Wochen auf eindrucksvolle Art und Weise.

Just vor dem prestigeträchtigen Sachsenderby bei Dynamo Dresden scheinen die Veilchen somit in allen Belangen wieder in der Spur zu sein. In Dresden und danach zu Hause gegen den SV Sandhausen warten nun zudem zwei auf dem Papier nicht unlösbare Aufgaben, mit denen sich die Schuster-Elf frühzeitig und endgültig aller Abstiegssorgen entledigen könnte.