Erzgebirge Aue: Steve Breitkreuz als Lichtblick

Comeback nach knapp eineinhalb Jahren

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 22.10.20 | 07:02
Steve Breitkreuz

Erster Einsatz seit Mai 2019: Steve Breitkreuz. © imago images

Die Hoffnung, den guten Start mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen im Nachholspiel beim Hamburger SV ausbauen zu können, war bei Erzgebirge Aue durchaus vorhanden. Während der 90 Minuten gelang es den Veilchen indes kaum, mit dem großen Aufstiegsfavoriten auf Augenhöhe zu agieren, wie magere zwei Torschüsse über die gesamte Spielzeit deutlich machen. Am Ende stand so eine 0:3-Niederlage, die auch in dieser Höhe in Ordnung geht, die aber dennoch auch Positives mit sich brachte.

Nämlich das Comeback von Steve Breitkreuz, der kurzfristig für den angeschlagenen Florian Ballas in die Startelf rückte und trotz der klaren Niederlage über 90 Minuten eine sehr solide Leistung ablieferte. Für den 28-Jährigen war es der erste Einsatz seit dem 5. Mai 2019, als Breitkreuz noch mit einer Vorlage zum 3:1-Sieg bei Jahn Regensburg beigetragen hatte.

Der Konkurrenzkampf verschärft sich

Breitkreuz, der noch Ende August aufgrund langwieriger Knieprobleme um die Fortsetzung seiner Karriere bangen musste, dann aber grünes Licht dafür bekam, weiterhin Leistungssport betreiben zu können, stellt somit nun wieder eine vollwertige Alternative dar. Erreicht der gebürtige Berliner sein früheres Top-Level, dürfte trotz der Konkurrenz in Aues Innenverteidiger mit Sören Gonther, Ballas, Malcolm Cacutalua und Youngster Niklas Jeck sowie im Falle einer Dreierkette auch Louis Samson kaum ein Weg an Breitkreuz vorbeiführen.

Der Auftritt in Hamburg nach nur etwas mehr als einem Monat Mannschaftstraining war auf jeden Fall ein großer Schritt in die richtige Richtung. Zu hoffen bleibt freilich, dass Rückschläge gesundheitlicher Natur ausbleiben und Trainer Dirk Schuster fortan konstant auf Breitkreuz bauen kann.