Erzgebirge Aue: Tedesco erklärt seinen Wechsel

Darum heuerte der Trainer bei den Veilchen an

Autor: Dennis Keller Veröffentlicht: Freitag, 15.01.21 | 12:57
Domenico Tedesco ist seit Anfang März Trainer von Erzgebirge Aue.

Domenico Tedesco musste als Trainer der Veilchen noch keine Niederlage hinnehmen. Imago/Picture Point

Besser geht es nicht: Die Note 1,0 prangte unter dem Zeugnis von Domenico Tedesco, nachdem er die Ausbildung zum Fußballlehrer beim DFB erfolgreich absolviert hatte. Damit war er im Jahrgang 2015/16 natürlich der Notenbeste unter den Anwärtern – nicht einmal der aktuelle Hoffenheimer Erfolgstrainer Julian Nagelsmann konnte ihm damals das Wasser reichen.

„ Es hat mich brutal gereizt. ”
Domenico Tedesco

Auch Tedesco war bis vor Kurzem bei der TSG angestellt, und eigentlich wollte er sich erst im Sommer aus Sinsheim verabschieden. Doch dann kam ein Angebot, dass er nicht ausschlagen konnte: Der Trainerjob bei Erzgebirge Aue. Warum sich der 31-Jährige für den Wechsel zu den „Veilchen“ entschied, hat er jetzt in der Sport Bild (Heft 14/2017 vom 05.04.17) erklärt: „Es hat mich brutal gereizt, eine Mannschaft zu übernehmen, bei der es darum geht, sie in der 2. Liga zu halten.“

Guter Start

Bislang ist Domenico Tedesco auf einem sehr guten Weg, das Ziel zu erreichen. In seinen ersten drei Partien als Cheftrainer der Auer musste der gebürtige Italiener noch keine einzige Niederlage hinnehmen, stattdessen holte er ein Unentschieden beim heimstarken VfL Bochum sowie jeweils einen 1:0-Sieg gegen den Karlsruher SC und den FC St. Pauli. Die beiden letztgenannten Teams sind Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, insofern waren die Erfolge gleich doppelt wichtig.

„ Aue hat gesagt, dass sie in mir den Trainer der Zukunft sehen. ”
Domenico Tedesco

Aber auch wenn es am Ende für Erzgebirge Aue nicht zum Klassenerhalt reichen sollte, muss sich Tedesco wohl keine Sorgen um seine Zukunft machen. In der Sport Bild sagte er weiter: „Außerdem hat mich beeindruckt, dass Aue mir von Anfang an gesagt hat, dass sie in mir den Trainer der Zukunft sehen, selbst wenn die Mannschaft absteigt.“ 

Klingt so, als dürfte sich Domenico Tedesco in Sachsen etwas Langfristiges aufbauen. Heute Abend steht aber erst einmal seine Ungeschlagen-Serie auf dem Spiel. Und es dürfte eine harte Probe für die „Veilchen“ und ihren Trainer werden, denn sie müssen beim Aufstiegsaspiranten Union Berlin antreten.

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