Erzgebirge Aue: Verliert Daniel Haas seinen Platz?

Trainer Dotchev lässt Torwartwechsel offen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 09.12.16 | 07:12

Daniel Haas

Bisher nicht der erhoffte Rückhalt für die Veilchen: Daniel Haas © Imago

Nach nur vier Punkten aus den letzten neun Spielen, in denen es 25 Gegentore setzte, zieht man beim FC Erzgebirge Aue offenbar eine bemerkenswerte Veränderung in Betracht. Trainer Pavel Dotchev ließ im Vorfeld der morgigen Partie beim 1. FC Kaiserslautern offen, ob Daniel Haas erneut im Tor stehen wird oder Robert Jendrusch auf dem Betzenberg aufläuft.

Gegentorflut mit Jendrusch und Haas

Der 20-Jährige stand bereits nach der Verletzung von Martin Männel, der am sechsten Spieltag gegen Arminia Bielefeld (1:1) eine schwere Ellenbogenblessur erlitt, für zweieinhalb Spiele im Tor, konnte bei sieben Gegentoren aber nicht restlos überzeugen. Danach erhielt der wegen der Männel-Verletzung nachverpflichtete Routinier Daniel Haas das Vertrauen, doch Sicherheit konnte der 33-Jährige der Auer Hintermannschaft nur selten verleihen. Vielmehr sah Haas bei einigen Toren unglücklich aus und ließ in sieben Partien 19 Gegentore zu.

„ Daniel ist mit sich selbst nicht zufrieden. ”
Pavel Dotchev

Dass sich Haas zuletzt sogar von den eigenen Fans Schmähungen anhören musste, ist auch Trainer Pavel Dotchev nicht entgangen, der aber nicht nur deshalb mit dem Keeper gesprochen hat: "Daniel bekommt das mit. Ich habe ein langes Gespräch mit ihm geführt, er hat sogar Verständnis dafür", so Dotchev auf Tag24, der mit Haas auch über die bisher nicht erfüllten Erwartungen sprach: "Er kann es sich nicht erklären, weshalb er seine Leistung nicht auf den Platz bringen kann. Er ist mit sich selbst nicht zufrieden."

Männel wieder im Training

Die weiteren Aussagen von Dotchev lassen zumindest erahnen, dass die Tendenz zu einem Torwartwechsel geht: "Er hat mir signalisiert, wenn er nicht spielen sollte, würde er das akzeptieren. Er sagt aber auch, wenn er im Tor stehen sollte, wird er alles geben. Er resigniert nicht, versteckt sich nicht, rennt vor der Verantwortung nicht weg. Wenn es sein muss, wird er spielen."

„ Wenn es sein muss, wird er spielen. ”
Pavel Dotchev

Für das letzte Heimspiel des Jahres ist dann sogar das Comeback von Männel im Bereich des Möglichen. Der nicht nur als Torhüter enorm wichtige Kapitän trainiert wieder und könnte nächste Woche gegen Fortuna Düsseldorf bei positiver Entwicklung wieder auflaufen.