Erzgebirge Aue: Vom Auftakt hängt einiges ab

Schwieriges Programm ab dem dritten Spieltag

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 29.08.20 | 09:49
Dirk Schuster

Peilt mit seiner Mannschaft einen guten Start an: Dirk Schuster. © imago images / Picture Point

Trotz des frühen Trainerwechsels von Daniel Meyer zu Dirk Schuster bereits nach dem dritten Spieltag hat Erzgebirge Aue in der vergangenen Saison die Grundlage für ein sorgenfreies Jahr gelegt. Mit 18 Punkten aus den ersten zehn Partien (1,80 pro Spiel) war der Schnitt nach einem knappen Drittel der Spielzeit sogar aufstiegsreif, brachte es der als Tabellenzweiter direkt in die Bundesliga zurückkehrte VfB Stuttgart doch nach 34 Runden lediglich auf 58 Zähler (1,71 im Schnitt).

Punkteschnitt 2019/20 ab dem elften Spieltag deutlich niedriger

Die anschließende Ausbeute von 29 Zählern aus 24 Begegnungen (1,21 im Schnitt) war noch immer ordentlich und wäre hochgerechnet für den Klassenerhalt mit 41 Zählern ausreichend gewesen. Letztlich spiegelte die Bilanz ab Spieltag elf objektiv betrachtet wohl eher die Kaderqualität der Lila-Weißen wider.

Die Bedeutung eines guten Starts, ohne den womöglich bis weit in den Juni hinein hätte gezittert werden müssen, wird im Rückblick auch noch einmal deutlich. Dementsprechend wird Trainer Schuster, der im August 2019 nach sieben Zählern aus den ersten vier Spielen unter Vorgänger Meyer bzw. Interimscoach Marc Hensel das Kommando übernahm, darauf hinarbeiten, dass seine Schützlinge auf den Punkt fit ist.

Auch deshalb, weil diesmal gerade den beiden ersten Spielen große Bedeutung zukommt. Bei Aufsteiger Würzburger Kickers und dann zu Hause gegen Greuther Fürth sollte Zählbares für den FCE drin sein, den dann ab dem dritten Spieltag ein schwieriges Programm erwartet.

Nacheinander gegen mehrere Aufstiegskandidaten

Beim Hamburger SV, gegen den 1. FC Heidenheim, beim VfL Bochum, bei Hannover 96 und gegen Darmstadt 98 warten an den folgenden sechs Spieltagen fünf Teams, die die Saison 2019/20 auf einem einstelligen Tabellenplatz abgeschlossen haben und die man allesamt in einer wohl ziemlich ausgeglichenen Liga für das vordere Drittel auf der Rechnung haben muss. Hinzu kommt ein Heimspiel gegen Holstein Kiel, das in der zurückliegenden Spielzeit für eine von nur drei Auer Niederlagen im eigenen Stadion verantwortlich zeichnete.

Weil man aus diesen sechs Partien nicht unbedingt mit der vollen Punktausbeute rechnen sollte, wäre ein guter Auftakt in Würzburg und gegen Fürth umso wichtiger. Die vergangene Saison dient dabei als Blaupause. Einem 1:0-Auswärtssieg in Fürth folgte ein 3:2-Heimerfolg gegen den SV Wehen Wiesbaden, der wie nun Würzburg Aufsteiger war.