Erzgebirge Aue: Wie entscheidet sich Jendrusch?

Vertrag des Ersatzkeepers läuft aus

Robert Jendrusch im Testspiel gegen Wolfsburg.

Für Robert Jendrusch war bislang kein Vorbeikommen an Stammkeeper Martin Männel. ©imago images/Picture Point

Im vergangenen Herbst rief Helge Leonhardt für Erzgebirge Aue das „Projekt 2023“ aus. Die Intention: Leistungsträger möglichst lange an den Verein binden, um so bereits frühzeitig eine eingespielte Mannschaft auf den Rasen zu schicken. Bislang lag der FCE-Präsident mit dieser Entscheidung richtig. Zahlreiche Stützen wurden langfristig an den Klub gebunden, der zudem die Pause auf Tabellenplatz acht verbringt.

Nicht in das Profil des „Projekt 2023“ fällt Robert Jendrusch. Der Torhüter schaffte zwar bereits im Sommer 2015 den Sprung aus der U19 in den Zweitliga-Kader, kam seitdem aber lediglich sieben Mal zum Einsatz. Nun läuft sein Vertrag im Sommer aus. Nach Informationen von Liga-Zwei.de würde Aue den 23-Jährigen gerne halten, doch auch Drittligisten sind an ihm interessiert.

Seit 18 Jahren im Klub

Bereits im letzten Jahr hatten Klubs aus der 3. Liga den Rechtsfuß auf dem Zettel, Aue wollte sein Eigengewächs jedoch nicht abgeben. Seit 2002 im Klub, durchlief Jendrusch sämtliche Nachwuchsmannschaften der „Veilchen“ und dient somit auch als Identifikationsfigur für die Fans.

Am vorrangigen Problem des Keepers ändert das jedoch nichts: Im Erzgebirge ist Martin Männel gesetzt. Bis zur Unterbrechung bestritt der Kapitän seine zwölfte Spielzeit als Stammkeeper und ist mit 391 Einsätzen eine Institution. Da der 32-Jährige noch bis 2022 gebunden ist, erübrigt sich die Frage nach einer Perspektive für Jendrusch fast schon von alleine.

Gute Beispiele für die 3. Liga als Entwicklungsmöglichkeit

Trotz dieser mangelnden Perspektive lässt sich die Nummer Zwei nicht hängen, die Torwarttrainer im Erzgebirge sollen äußerst zufrieden mit dem Engagement des 23-Jährigen sein. Auch die Bereitschaft des Klubs, mit Jendrusch zu verlängern, erlaubt positive Rückschlüsse auf dessen Einstellung. Damit sich das aber auch in einem Anstieg seiner Einsatzzeiten niederschlägt, könnte der Schritt eine Klasse tiefer ein probates Mittel sein.

Beispiele, dass in der 3. Liga auf junge Torleute gesetzt wird, gibt es einige. Nico Mantl wurde als 19-Jähriger Stammtorhüter in Unterhaching, auf dem Betzenberg in Kaiserslautern spielte sich Lennart Grill als Nummer Eins in den Fokus von Bayer Leverkusen, das den 21-Jährigen bereits zur kommenden Saison verpflichtete.

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