Holstein Kiel: Salih Özcan nicht zu halten?

Ausgeliehener Mittelfeldmann plant offenbar seine Rückkehr nach Köln

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 18.04.20 | 15:06
Salih Özcan

Salih Özcan hat sich bei den Störchen zum Leistungsträger entwickelt. © imago images / Noah Wedel

Im Vergleich zu anderen Vereinen, bei denen teilweise eine zweistellige Anzahl an Profis nur noch bis 30. Juni gebunden ist, laufen bei Holstein Kiel „nur“ sieben Verträge am Ende dieser Saison aus. Darunter befinden sich mit Darko Todorovic (Red Bull Salzburg), Salim Khelifi (FC Zürich), Emmanuel Iyoha (Fortuna Düsseldorf) und Salih Özcan (1. FC Köln) vier Leihspieler, bei denen die Störche nicht das Heft des Handelns in der Hand halten.

Bei Khelifi besteht zwar eine Kaufoption, doch nach bislang nur sieben Einsätzen sind die Chancen des Flügelspielers auf einen Verbleib wohl nicht die besten. Salih Özcan hingegen würde Kiel gerne binden. Die auch beim gebürtigen Kölner vorhandene Kaufoption allerdings ist wohl wertlos, wenn nicht auch der 22-Jährige selbst im hohen Norden bleiben will. Und genau danach sieht es eher nicht aus.

Elf Scorer-Punkte in 20 Spielen

Nachdem Anfang April bereits der Kölner Stadt-Anzeiger davon berichtet hat, dass es Özcan zurück zum FC ziehen soll und die Geißböcke offenbar auch mit ihrem Eigengewächs planen, deuten nun auch die Kieler Nachrichten eine Rückkehr in die Domstadt an. Demnach will Özcan unabhängig davon, dass seine feste Verpflichtung für Kiel zu einem wirtschaftlichen Kraftakt würde, wohl in Köln einen neuen Anlauf nehmen und mit dem bei den Störchen getankten Selbstvertrauen auch in der Heimat den Durchbruch schaffen.

Für die KSV wäre es fraglos bitter, nach Dominick Drexler (über den Umweg FC Midtjylland), Rafael Czichos und Kingsley Schindler wieder einen Leistungsträger an den 1. FC Köln zu verlieren. Schließlich hat sich der beim FC in der Rückrunde der vergangenen Saison kaum berücksichtigte Mittelfeldmann nicht nur wegen seiner fünf Tore und sechs Vorlagen zu einem Eckpfeiler aufgeschwungen. In Köln freilich dürfte man sich freuen, käme doch ein gereifter Profi zurück, der sich auch in der deutschen U21 seine ersten Sporen verdient hat.