SpVgg Greuther Fürth: Klare Aussagen von Ruthenbeck

Unprofessionelles Verhalten und mangelnder Einsatz als Kritikpunkte

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 04.11.16 | 07:40
Stefan Ruthenbeck

Unzufrieden mit einigen Spielern: Stefan Ruthenbeck © Imago

Wenn die SpVgg Greuther Fürth am morgigen Samstag den VfL Bochum empfängt, werden viele Kameras auf Stefan Ruthenbeck gerichtet sein. Der 44 Jahre alte Fußball-Lehrer benötigt nach vier Niederlagen in den letzten vier Ligaspielen unbedingt einen Sieg, um seinen Job zu sichern.

Ruthenbeck auf Bochum fokussiert

Geht es erneut schief, wird allgemein erwartet, dass die Fürther Verantwortlichen die Reissleine ziehen und die anstehende Länderspielpause für einen Neuanfang auf dem Trainerposten nutzen.

„ Es geht aber nicht um Stefan Ruthenbeck, sondern um die SpVgg. ”
Stefan Ruthenbeck

Sein eigenes Schicksal spielt für Ruthenbeck aber nur eine untergeordnete Rolle, wie er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bochum durchblicken ließ: „Es geht aber nicht um Stefan Ruthenbeck, sondern um die SpVgg. Ich versuche, relativ cool zu bleiben, mich auf Dinge zu fokussieren, die jetzt wichtig sind. Es bringt nichts, sich Gedanken um die eigene Person zu machen, sondern sich damit zu beschäftigen, wie man Bochum schlagen kann.“

Kritik an der zweiten Reihe

Die PK nutzte Ruthenbeck indes auch dafür, um heftige Kritik an Teilen seiner Mannschaft anzubringen. „Es gibt Jungs, die mich gerade ein bisschen enttäuschen, die nicht das abrufen, was ich mir vorstelle“, so der Fürther Coach, der bei den betreffenden Spielern insbesondere auch im Training die richtige Einstellung vermisst: „Sie müssen zeigen, dass sie in die erste Elf und unbedingt gewinnen wollen. Die Jungs müssen sich ins Zeug legen – das macht momentan nicht jeder.“

„ Die Jungs müssen sich ins Zeug legen - das macht momentan nicht jeder. ”
Stefan Ruthenbeck

Ohne Namen zu nennen, erklärte Ruthenbeck auch, mit der Spielvorbereitung einiger Akteure aus der zweiten Reihe nicht zufrieden zu sein: „Wenn Spieler reinkommen, und wegrutschen, weil sie die verkehrten Schuhe anhaben, dann ist das unprofessionell. Und das nervt.“

Klare Aussagen von Ruthenbeck, der sich damit zumindest bei einigen Spielern, die sich angesprochen fühlen dürfen, keine neuen Freunde gemacht hat. Richten muss es gegen Bochum aber zunächst sowieso die erste Elf, in der es nicht allzu viele Veränderungen geben dürfte.