VfL Bochum: Ausrufezeichen gegen Borussia Dortmund

Reis-Elf schon in guter Frühform

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 29.08.20 | 06:27
Silvère Ganvoula

An allen drei Toren gegen Dortmund direkt beteiligt: Silvère Ganvoula. © imago images / RHR Foto

Obwohl die Woche mit einem Corona-Fall innerhalb der Mannschaft, dem deshalb abgesagten Trainingslager und dem ausgefallenen Testspiel gegen den VfB Lübeck alles andere als optimal verlaufen ist, hat sich der VfL Bochum am Freitagabend gut zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel im Rahmen des DFB-Pokals beim FV Engers in einer starken Frühform präsentiert.

Gegen Borussia Dortmund gewann die Mannschaft von Trainer Thomas Reis durchaus verdient mit 3:1. Auch wenn in der Startelf des BVB mit Luca Unbehaun, Alaa Bakir Richmond Tachie und Taylan Duman mehrere Talente standen, die im Ernstfall kaum zum Zug kommen würden, bot der Vize-Meister noch immer eine namhafte Elf auf, die von Mats Hummels, Axel Witsel und Julian Brandt angeführt wurde.

Ganvoula mit zwei Toren und einer Vorlage

Dortmunds junger Torwart Unbehaun brachte Bochum mit einem Fehler in der 16. Minute auf die Siegerstraße. Simon Zoller eroberte den Ball und legte auf Silvère Ganvoula quer, der zur Führung traf. Nur neun Minuten später revanchierte sich Ganvoula mit einer Flanke auf Zoller, der nur noch zum 2:0 einnicken musste.

Unmittelbar nach Wiederbeginn war es mit Marius Wolf dann ein gestandener BVB-Profi, dem ein zu kurzer Rückpass unterlief. Ganvoula spritzte dazwischen und krönte eine bärenstarke Vorstellung mit dem 3:0.

Eisfeld als Zulj-Verteter

Mats Hummels konnte für den BVB nach einer guten Stunde zwar noch auf 1:3 verkürzen, doch mehr war für die Schwarz-Gelben nicht mehr drin. Vielmehr stand Bochums personell im Vergleich zum sehr erfolgreichen Schlussspurt der Vorsaison unveränderte Defensive sehr stabil und ließ mit einer konsequenten Zweikampfführung nur wenig zu. Allenfalls bei Standardsituationen wurde es vor dem Tor von Keeper Manuel Riemann ab und an gefährlich.

Noch sind es zwar zwei Wochen bis zum Pokal und drei Wochen bis zum Liga-Start am 21. September gegen den FC St. Pauli, doch könnte die Bochumer Startelf vom Freitag auch dann erste Wahl sein. Inklusive Thomas Eisfeld auf der Zehner-Position, der den dort eigentlich gesetzten, aktuell aber angeschlagenen Robert Zulj vertrat.

Mit Danny Blum, Sauli Decarli und Neuzugang Tarsis Bonga fehlten drei weitere Akteure mit Stammplatzambitionen verletzungsbedingt, ebenso Herbert Bockhorn, Moritz Römling und Baris Ekincier, die eher zum Kreis der Reservisten zu zählen sind.

So spielte der VfL:

Riemann – Gamboa, Lampropoulos, Leitsch, Soares – Losilla, Tesche – Zoller, Eisfeld, Holtmann – Ganvoula