VfL Bochum fürchtet um Heimvorteil

Geisterspiele "irritierend"

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 22.04.20 | 08:37
Thomas Reis vom VfL Bochum

Thomas Reis sieht die Profis vor einer großen Umstellung. ©Imago images/Team2

Der VfL Bochum befindet sich tief im Abstiegskampf, liegt aktuell drei Zähler vor dem Relegationsrang. Dass es noch nicht weiter runterging, liegt vor allem an der Performance zu Hause. Doch die könnte nach dem Neustart beträchtlich leiden.

Vor leeren Rängen wir des ein ganz anderer Wettbewerb. Das kann einige irritieren. Wir spielen gegen den Abstieg, das ist nicht ohne“, gibt VfL-Trainer Thomas Reis in der „Bild“ (Ausgabe vom 22.04.2020) zu bedenken.

Frühe Tore auch ohne Fans?

16 seiner 28 Zähler holte Bochum vor eigenem Publikum. Auch wenn es in den letzten vier Partien zu Hause nur noch einen Punkt und die ersten drei Heimniederlagen gab, blieb der VfL doch die offensivstärkste Mannschaft der Heimtabelle. Zudem gab es zwei der drei Pleiten gegen die Top-Teams aus Stuttgart und Hamburg.

Von den Fans nach vorne gepeitscht, steht die Reis-Elf besonders für die frühen Tore im Ruhrstadion. Sieben gelangen in der ersten Viertelstunde, besser ist kein Team. Zum Vergleich: Auswärts sind die ehemals „Unabsteigbaren“ mit nur drei Toren in diesem Zeitraum geradezu scheu.

In den noch ausstehenden Heimspielen gegen Heidenheim, Kiel, St. Pauli und Fürth muss es das Team aber ohne die Starthilfe der Fans schaffen. Auf der positive Seite kann die Mannschaft jedoch auf ihre zuletzt erfolgreichen Auswärtsspiele verweisen: Sieben Zähler aus drei Spielen gab es vor der Saisonunterbrechung.