1. FC Union Berlin: Christopher Quiring will verlängern – Bundesliga aktuell kein Thema mehr

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 19.11.20 | 09:30

Nachdem er sich an den ersten acht Spieltagen mit vier Einwechslungen begnügen musste, ist Christopher Quiring seit dem neunten Spieltag wieder eine feste Größe im rechten Mittelfeld des 1. FC Union Berlin. Der 23-Jährige, der sich mit seinem Jokertor gegen den SV Darmstadt 98 (1:1) am achten Spieltag für die Startelf empfahl, bringt es bislang bei insgesamt neun Einsätzen auf zwei Treffer und eine Vorlage.

Gemessen am Potential Quirings sicher eine ausbaufähige Bilanz, wobei die Tendenz klar nach oben zeigt. Zuletzt beim 3:3 beim FC Ingolstadt lieferte Quiring mit einem Treffer und einem Assist seine vielleicht beste Saisonleistung ab und darf davon ausgehen, im wichtigen Spiel gegen den TSV 1860 München am Samstag auch wieder von Beginn an aufzulaufen.

Wechselgedanken im Januar verworfen

Aktuell macht sich Quiring nicht nur Gedanken über die unmittelbare Zukunft, sondern auch über seine weitere Karriere. Angesichts seines am Saisonende auslaufenden Vertrages, nachvollziehbare Gedankengänge, wobei der schnelle Flügelspieler kein Geheimnis aus seinem Wunsch, bei Union zu bleiben, macht: „Jeder weiß, wo ich mich sehe und wo ich bleiben möchte“, so Quiring im „Kicker“, wobei der gebürtige Berliner trotz seiner engen Bindung an die Eisernen im Januar 2014 durchaus mit einem Wechsel liebäugelte, letztlich aber doch blieb.

Aktuell gab es noch keine Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit. „Der Verein und meine Leistung entscheiden das aber“, ist Quiring aber guter Dinge, dass es zu einer Verlängerung kommt, wenn er an seine jüngsten Auftritte anknüpfen kann.

Vorerst keine Bundesliga-Träume mehr

Unterdessen hat sich Präsident Dirk Zingler zu Wort gemeldet mit dem Versuch, die noch vor einem Jahr sehr hohe Erwartungshaltung weiter herunterzuschrauben: „Je länger wir einen Schritt nach oben gehen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Rückschritt gibt. Wir wollen so gut wie möglich in der 2. Liga spielen. Am Ende gibt es immer den Wunsch aufzusteigen – die Frage ist nur, wann? Bei Paderborn klappte das plötzlich, bei Fürth dauerte es zehn Jahre“, ließ Zingler in „Bild“ durchblicken, dass die Bundesliga im Moment kein realistisches Thema ist.

Beim Blick auf die Tabelle verbieten sich derlei Träume ohnehin. Vielmehr geht es nun darum, in den Spielen gegen 1860 München, beim FC Erzgebirge Aue und gegen den FSV Frankfurt zu punkten, um die Abstiegsplätze nach Möglichkeit distanzieren zu können.