1. FC Union Berlin: Julian Ryerson wieder ein Thema?

Norweger offenbar schon in Berlin

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 13.07.20 | 09:32
Julian Ryerson

War schon im Winter ein Thema bei Union: Julian Ryerson © Imago / digitalsport

Zehn Tage vor dem Saisonstart zu Hause gegen Erzgebirge Aue stellt sich die Personalsituation beim 1. FC Union Berlin alles andere als optimal dar. Während frühzeitig klar war, dass es für Fabian Schönheim, Sebastian Polter und Marc Torrejon zum Auftakt nicht reichen würde, bereiten gleich vier weitere Akteure Sorgen.

Nachdem die angeschlagenen Felix Kroos, Florian Hübner und Joshua Mees schon die letzten Testspiele verpasst hatten, trainierte auch Sebastian Andersson am gestrigen Mittwoch nur individuell. Dabei handelte es sich zwar wohl eher um eine Vorsichtsmaßnahme, doch klar ist, dass der schwedische Angreifer aktuell nicht ersetzt werden könnte.

Weil Polter noch einige Wochen fehlt und Philipp Hosiner an Sturm Graz abgegeben wurde, ist Union im Angriff nur sehr dünn besetzt. Ein neuer Stürmer soll daher noch kommen, doch zumindest kurzfristig ist wohl nicht mit einer Verpflichtung zu rechnen.

Ryersons Vertrag läuft aus

Dafür könnte sich im Defensivbereich etwas tun. Denn während der 19-jährige Bosnier Ahmed-Muhamed Arnautovic ein zweitägiges Probetraining bestreitet, soll der norwegische Rechtsverteidiger Julian Ryerson laut dem Aftenbladet bereits nach Berlin gereist sein. Der 20-Jährige, dessen Verpflichtung im Januar schon als sicher galt, dann aber an der Ablöse scheiterte, wäre gleich auf zwei Positionen eine Option.

Ryerson, der im Winter vor allem als Backup für Rechtsverteidiger Christopher Trimmel angedacht war, spielte bei Viking Stavanger in den vergangenen Monaten in der Regel im defensiven Mittelfeld und könnte dort auch bei Union den Konkurrenzkampf anheizen.

Dass der Vertrag des zehnfachen U21-Nationalspielers am Jahresende ausläuft, verbessert die Verhandlungsposition Unions im Vergleich zur Winterpause. Zumindest an einer überzogenen Ablöseforderung sollte ein Transfer kaum nochmal scheitern.

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