1. FC Union Berlin: Reif für die Bundesliga?

Eiserne bleiben auch in Hamburg ungeschlagen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 27.11.18 | 14:13
Urs Fischer

Fühlt sich in der Außenseiterrolle weiterhin wohl: Urs Fischer © Imago / Geisser

Lange sah es am Montagabend danach aus, als würde der 1. FC Union Berlin seinen Nimbus des Ungeschlagenen verlieren. Dann aber gelang Suleiman Abdullahi in der Schlussminute mit seinem ersten Tor für die Eisernen doch noch der 2:2-Ausgleich im Spitzenspiel beim Hamburger SV, das seinem Namen alle Ehre machte.

„ Es war von beiden Mannschaften ein tolles Fußballspiel. ”
Urs Fischer

Beide Mannschaften boten den 45.584 Zuschauern im Volksparkstadion mit intensiven 90 Minuten lang gute Unterhaltung. „Es hat heute wirklich Spaß gemacht zuzuschauen. Es war von beiden Mannschaften ein tolles Fußballspiel, eine gute Mischung aus Geschwindigkeit, taktischen Elementen, Ruhe auf dem Feld und Strafraumszenen – alles, was das Fußballerherz begehrt“, sah auch Union-Coach Urs Fischer auf der Klubhomepage eine gute Partie.

Dass seine Mannschaft noch einmal zurückkam, nachdem der HSV die frühe Führung durch Joshua Mees Mitte der zweiten Hälfte gedreht hatte, freute Fischer besonders. „Wichtig war es, bis zum Schluss an sich zu glauben und ein Unentschieden zu holen. Es war ein weiterer Beweis, dass das Spiel erst vorbei ist wenn der Schiedsrichter abpfeift.“

Fischer lässt den Druck beim HSV und bei Köln

Und der Auftritt Unions beim alten und neuen Tabellenführer war auch ein Beweis dafür, dass die Köpenicker in dieser Saison reif sind, um wirklich bis zum Schluss um den Aufstieg mitzuspielen. Die Konkurrenz ist mit dem HSV und dem 1. FC Köln, vielleicht auch dem VfL Bochum und dem FC St. Pauli, zwar stark, doch verstecken muss sich Union in der Form vom Montagabend vor niemandem.

Und dass in der Rückrunde sowohl der HSV als auch Köln noch an die Alte Försterei müssen, dürfte zumindest kein Nachteil sein. Selbiges gilt für die Außenseiterrolle, in der sich Union weiterhin wohl fühlt und die Trainer Fischer laut seiner Aussage gegenüber dem Kicker auch nicht eintauschen will.

„ Der HSV und Köln sind nach wie vor die absoluten Favoriten. ”
Urs Fischer

„Der HSV und Köln sind nach wie vor die absoluten Favoriten, da werde ich meine Meinung auch nicht ändern – und das hat man heute auch in Phasen gesehen. Die anderen Teams dahinter sollen die Großen einfach ärgern und dann werden wir alle sehen, was am Ende dabei herausspringt“, lässt Fischer zumindest die Hoffnung durchklingen, von Ausrutschern der beiden Großen profitieren zu können.

Noch kein Mitglied beim Union-Berlin-Sponsor? Jetzt aktuelle bwin Erfahrungen lesen & bis zu 100€ Willkommensbonus sichern!