1. FC Union Berlin: Steven Skrzybski denkt an Winterwechsel

Angreifer mit seiner Situation unzufrieden

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 18.03.20 | 09:13
Steven Skrzybski

Unzufrieden mit seiner Reservistenrolle: Steven Skrzybski © Imago

Es war für Jens Keller sicher keine einfache Entscheidung zwischen Steven Skrzybski, dem zweifachen Torschützen vom 3:4 beim 1. FC Heidenheim, und Simon Hedlund, der vor seinem krankheitsbedingten Ausfall auf der Ostalb mit guten Leistungen überzeugt hatte. Letztlich fiel Kellers Wahl für die Startelf des 1. FC Union Berlin gegen den SV Darmstadt 98 auf den Schweden Hedlund, sodass sich Skrzybski beim 3:3 mit der Jokerrolle begnügen musste.

Der seit vergangener Woche 25 Jahre alte Angreifer, den der VfB Stuttgart in den vergangenen Transferperioden gerne gehabt hätte, der aber im April bis 2020 bei Union verlängerte, war mit der Entscheidung seines Trainers natürlich nicht einverstanden.

„ Wenn das so weitergeht, muss man sich Gedanken machen. ”
Steven Skrzybski

Und gegenüber dem Berliner Kurier gab Skrzybski nun sogar einen offenen Einblick in seine Überlegungen: „Wenn das so weitergeht, muss man sich Gedanken machen. Ist man der Meinung, dass ich der Mannschaft nicht mehr unbedingt helfen kann, dann müssen wir uns zusammensetzen und ehrlich miteinander umgehen. Dann ist es für beide Seiten vielleicht sinnvoller, wenn wir die Situation im Winter noch einmal neu überdenken.“

Schon acht Scorer-Punkte in dieser Saison

Skrzybski deutet damit sehr deutlich Gedanken an einen Vereinswechsel an, die beim Verein aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf taube Ohren stoßen werden. Aufgrund ihrer hohen Ziele benötigen die Eisernen einen starken Kader und einen Stürmer wie Skrzybski, der in dieser Saison in 13 Einsätzen schon fünf Tore und drei Vorlagen verbuchte, wird man sicher nicht ohne Weiteres ziehen lassen.

„ Ich muss das akzeptieren, aber verstehen muss ich das nicht. ”
Steven Skrzybski

Fragt sich nur, ob das Tischtuch zwischen Skrzybski und Trainer Keller nicht schon zerschnitten ist. „Man kann nicht unbedingt sagen, dass wir einer Meinung gewesen sind. Ich muss das akzeptieren, dafür ist er der Trainer, aber verstehen muss ich das nicht“, lässt der Angreifer nach einem Vier-Augen-Gespräch am vergangenen Donnerstag durchblicken, zumindest aktuell mit seinem Coach nicht auf einer Wellenlänge zu funken.

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