5. Spieltag: FSV Frankfurt gegen 1. FC Union Berlin – Wer schafft den Sprung nach oben?

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Sonntag, 25.08.13 | 06:53

Die „Eisernen“ sind ein gern gesehener Gast am Bornheimer Hang: Noch nie konnte Union Berlin beim FSV Frankfurt gewinnen, in den bislang vier Begegnungen zog man drei Mal den Kürzeren und beim einzigen Unentschieden verschossen die Hessen in der Nachspielzeit einen Elfmeter. In dieser Saison befinden sich beide Mannschaften nach verkorkstem Start im Aufwind, gewannen nach dem Weiterkommen im Pokal auch die darauf folgenden Ligaspiele. Der Sieger heute würde sich nach den bisherigen Ergebnissen des Spieltages auf Platz drei wiederfinden, falls 1860 in Paderborn patzt, ist sogar Rang zwei drin. Eine Tabellenregion, die beide Trainer dem jeweiligen Gegner ohnehin zutrauen. Union-Coach Uwe Neuhaus zum Leistungsvermögen der Bornheimer: „Im Vergleich zur Vorsaison haben die Frankfurter einige Leistungsträger ziehen lassen müssen. Sie haben es trotzdem geschafft, ähnliche Qualität dazu zu holen. Im letzten Jahr sind sie vierter geworden. Insgesamt sehe ich sie auf ähnlichem Niveau.“ FSV-Trainer Benno Möhlmann sieht die Köpenicker auf einem höheren Level als die eigene Mannschaft: „Wir wissen, dass Union Berlin ein anderes Kaliber ist als Dynamo Dresden, auch ein anderes Kaliber als wir. Sie haben andere Ziele, andere Voraussetzungen, andere Ambitionen, auch andere Spieler als wir.“

Möhlmann wird wohl zum dritten Mal in Folge dieselbe Startelf aufbieten, da die Leistung in Dresden keinen Anlass zu Änderungen gibt. Marc Heitmeier (Fußprellung) und Joni Kauko (Adduktoren), die angeschlagen aus Dresden zurückgekehrt waren und in dieser Woche kurzzeitig aussetzen mussten, sind wieder schmerzfrei und stehen im Kader. Rekonvaleszent Zafer Yelen muss sich hingegen noch gedulden, Möhlmann sieht ihn aber auf einem guten Weg: „Er macht gute Fortschritte. Ich hoffe, dass er gesund bleibt, dann werden wir ihn auch bald wieder auf dem Platz sehen.“

Bei den Gästen fehlt weiterhin Barış Özbek, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat und bereits beim 2:1-Heimsieg über Fortuna Düsseldorf am Montagabend durch Michael Parensen vertreten wurde. Mario Eggimann hingegen ist nach überstandener Sprunggelenksverletzung fit und könnte in der Innenverteidigung Christian Stuff ersetzen. Der Schweizer würde dann auf seinen ehemaligen Weggefährten Edmond Kapllani treffen, mit dem ihn vier gemeinsame Jahre und ein Bundesligaaufstieg beim Karlsruher SC verbinden. Nichts ändern wird Neuhaus hingegen am Spielsystem. Im Gegensatz zu den vergangenen Spielzeiten, als er meist ein 4-4-2 mit Mittelfeldraute aufgeboten hatte, lässt er seine Mannschaft in einem 4-2-2-1-1 mit einer Doppelsechs und Adam Nemec als einziger echter Spitze auflaufen.

Wie alle anderen Spiele wird auch diese Partie ausschließlich im Pay-TV bei Sky oder Liga Total übertragen. Einen offiziellen Live-Stream im Internet gibt es leider nicht, allerdings sollte man auf den einschlägigen Seiten einen funktionierenden Stream finden. Ansonsten bietet es sich an, die 90 Minuten in einem der zahlreichen Live-Ticker zu verfolgen oder aber auf das Fußballradio „Sport1.fm“ auszuweichen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

FSV Frankfurt: Klandt – Huber, Schlicke, Oumari, Teixeira – Konrad, Kauko – Görlitz, Epstein – Leckie, Kapllani

1. FC Union Berlin: Haas – Pfertzel, Eggimann (Stuff), Schönheim, Kohlmann – Kreilach, Parensen – Brandy, Köhler – Mattuschka – Nemec