Darmstadt 98: Immanuel Höhn hat seinen Platz gefunden

Gespräche über eine Vertragsverlängerung laufen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 03.05.20 | 07:39
Immanuel Höhn

Bis zu seiner Verletzung eine feste Größe bei den Lilien: Immanuel Höhn. © imago images / Jan Hübner

Im Sommer 2016 vom SC Freiburg gekommen hat Immanuel Höhn eine längere Anlaufzeit benötigt, um bei Darmstadt 98 zur festen Größe zu werden. Zunächst oft nur als Backup im Abwehrzentrum oder als Notlösung auf der rechten Abwehrseite eingesetzt hat sich der Innenverteidiger seit Mitte der vergangenen Saison auf seiner Paradeposition zur Stammkraft entwickelt.

An 23 der ersten 24 Spieltage stand Höhn in der laufenden Spielzeit in der ersten Elf und musste nur einmal gesperrt passen. Vor dem Heimspiel am 7. März gegen den VfL Bochum (0:0), der letzten Partie vor der Corona-Pause, erwischte es den 28-Jährigen allerdings im Abschlusstraining schwer. Höhn erlitt einen Bruch des Außenknöchels am linken Fuß und musste sich einer Operation unterziehen.

Eigentlich wäre die Saison für Höhn damit beendet gewesen, doch durch die lange Unterbrechung aufgrund der Corona-Krise sind Einsätze im Endspurt, der nach jetzigem Stand für Ende Juni geplant ist, nicht ausgeschlossen.

Dumic und Rapp nur bis Saisonende ausgeliehen

Ende Juni läuft auch Höhns Vertrag bei den Lilien aus. Eine weitere Zusammenarbeit ist aber wohl beidseitig angedacht, wenngleich der gebürtige Mainzer nur einen bedingten Einblick in den Stand der Dinge zulässt: „Wir sind im Moment in guten Gesprächen. Aber über Details kann ich natürlich nicht sprechen“, zitiert Tag24 Höhn, der indes neben den Leihspielern Dario Dumic (FC Utrecht) und Nicolai Rapp (1. FC Union Berlin) nur einer von drei zentralen Abwehrspielern mit auslaufendem Arbeitspapier ist.

„ Wir sind im Moment in guten Gesprächen. ”
Immanuel Höhn

Obwohl die Lilien auch anderweitig die Augen offen halten und etwa ihren einstigen Jugendspieler Marco Komenda vom SV Meppen im Blick haben, dürfte dem Verantwortlichen um Sportchef Carsten Wehlmann aber daran gelegen sein, die mit 31 Gegentoren fünftbeste Defensive der Liga zusammenzuhalten. Höhn als Eckpfeiler sollte dabei trotz der momentanen Verletzungspause ganz oben auf der Agenda stehen.