Der Liga-Zwei Aufreger des 5. Spieltags

Die falschen Spieler bestraft

Autor: Dennis Keller Veröffentlicht: Dienstag, 16.10.18 | 10:09
Fabian Schönheim muss vorzeitig vom Platz.

Fabian Schönheim kann es nicht glauben: Er sieht die Gelb/Rote-Karte von Schiedsrichter Heft. ©Imago

Das sind Dinge, die ein Schiedsrichter vermutlich niemals erleben will: Den falschen Spieler mit einer persönlichen Strafe, sprich einer Gelben oder Roten Karte, zu belegen. Genau das ist Florian Heft am Freitag bei der Partie zwischen dem TSV 1860 München und dem 1. FC Union Berlin passiert – mit harten Konsequenzen für Fabian Schönheim.

In der 53. Minute stellte der 26-Jährige den Berliner Innenverteidiger mit einer Gelb/Roten Karte vom Platz. Das Problem: Schönheim hätte vorher eigentlich gar keine Gelbe Karte bekommen dürfen, denn das Handspiel, das zum Münchner Ausgleich per Elfmeter führte, hatte Collin Quaner begangen. Im Prinzip sah es auch so aus, als hätte Schönheim gar nicht Gelb gesehen – allerdings auch Quaner nicht. Die Geste von Schiri Heft ging eindeutig in Richtung von Toni Leistner.

Zum Glück für die „Eisernen“ hatte die Entscheidung keine ernsthaften Konsequenzen, denn die Partie in der Allianz-Arena gewannen sie mit 2:1. Dennoch dürfte Schiedsrichter Florian Heft aus der Partie seine Lehren ziehen: In Zukunft wird er wohl genau ansagen, wem er jetzt Gelb gegeben hat.

Inzwischen wurde übrigens bekannt, dass Fabian Schönheim nicht vom DFB-Sportgericht gesperrt wird. Schiedsrichter Heft hatte zugegeben, dass er den Innenverteidiger mit seinem Kollegen Quaner verwechselt hat.