Erzgebirge Aue: Englische Woche als Standortbestimmung

Drei schwere Aufgaben innerhalb von acht Tagen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 16.10.2020 | 15:46
Jan Hochscheidt gegen Greuther Fürth.

Auf Erzgebirge Aue und Jan Hochscheidt wartet ein knackiges Programm. ©imago images/Picture Point

Nach der Pokal-Blamage beim SSV Ulm 1846 (0:2) hat Erzgebirge Aue mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen bei den Würzburger Kickers (3:0) und gegen Greuther Fürth (1:1) gut in die neue Saison gefunden, ehe die kurzfristige Absage der Partie beim Hamburger SV vor der Länderspielpause für eine spielfreie Zeit von über drei Wochen sorgte.

Dass die sportliche Leitung trotz der langen Zeit ohne Pflichtspiel auf die Ansetzung eines Tests verzichtete, verwundert durchaus und rief auch öffentlich geäußerte Kritik von Klubboss Helge Leonhardt hervor. Umso wichtiger wäre es für die Veilchen nun, nach der längeren Unterbrechung direkt wieder gut loszulegen. Das allerdings ist schon mit Blick auf das Programm der kommenden acht Tage, die fraglos richtungsweisenden Charakter haben, leichter gesagt als getan.

Bis zur Länderspielpause geht es schwierig weiter

Denn mit dem Heimspiel am Sonntag gegen den 1. FC Heidenheim, der Nachholpartie am Mittwoch beim Hamburger SV und dem wiederum am Sonntag folgenden Gastspiel beim VfL Bochum geht es nacheinander gegen drei Vereine, die die vergangene Saison auf den Rängen drei, vier und acht abgeschlossen haben und die auch in der neuen Spielzeit wieder als ambitioniert gelten.

Weil es danach bis zur nächsten Länderspielpause im November gegen den aktuellen Tabellenführer Holstein Kiel und bei Hannover 96, das zusammen mit dem HSV als großer Aufstiegsfavorit gilt, auch nicht einfacher wird, ist Aue richtig gefordert und darf sich nach der außerplanmäßigen Pause keine längere Anlaufzeit erlauben.

Auf der anderen Seite bietet das schwierige Programm natürlich auch eine Chance. Gelingt es der Mannschaft von Trainer Dirk Schuster gut zu punkten, wäre die Grundlage geschaffen, um wie im letzten Jahr eine weitgehend sorgenfreie Saison hinzulegen und den erhofften, nächsten Entwicklungsschritt zu machen.