Erzgebirge Aue: Florian Krüger lässt seine Zukunft offen

Angreifer weckt andernorts Begehrlichkeiten

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 07.09.20 | 07:38
Florian Krüger

Sieben Tore und neun Vorlagen in der vergangenen Saison: Florian Krüger. © imago images / Picture Point

Bei der 0:1-Niederlage gegen Dynamo Dresden, mit der die Generalprobe für die erste Pokalrunde beim SSV Ulm 1846 verpatzt wurde, lief bei Erzgebirge Aue lange Zeit wenig zusammen. Erst in der zweiten Halbzeit kamen die Veilchen zu einigen Torchancen, die von John-Patrick Strauß, Erik Majetschak und vom per Elfmeter gescheiterten Dimitrij Nazarov aber allesamt vergeben wurden.

Unterdessen feierte Florian Krüger am Donnerstag einen Traumeinstand in der deutschen U21-Nationalmannschaft. Beim 4:1-Sieg gegen die Republik Moldau benötigte der Auer Angreifer nach seiner Einwechslung in der 78. Minute gerade einmal eine Zeigerumdrehung für seinen ersten Treffer zum zwischenzeitlichen 4:0. Trotz der kurzen Einsatzzeit gelang es Krüger damit, bei Trainer Stefan Kuntz Eigenwerbung zu betreiben. Denkbar, dass der 21-Jährige am Dienstag beim Spiel in Belgien etwas länger ran darf.

Gerüchte um Union Berlin und den 1. FC Köln

In Aue dürfte man den Auftritt des auch auf Außen einsetzbaren Angreifers derweil mit gemischten Gefühlen verfolgt haben. So ist es kein Geheimnis, dass sich der 2018 aus dem Nachwuchs des FC Schalke 04 gekommene Krüger längst auch ins Blickfeld anderer Vereine gespielt hat. Nachdem im Juli bereits der 1. FC Union Berlin an den Auer Offensivmann dachte, machten in den vergangenen Tagen Gerüchte um ein Interesse des 1. FC Köln die Runde, wobei diese laut Bild keine Grundlage haben sollen.

U21-Nationalspieler schließt nichts aus
„ Bis Transferschluss ist noch viel Zeit, selbst im Oktober kann noch alles passieren. ”
Florian Krüger

Ungeachtet dessen muss man in Aue um den siebenfachen Torschützen und neunfachen Vorbereiter der vergangenen Saison bangen. „Von anderen Vereinen habe ich bislang noch nichts gehört. Ich werde mit Aue in die Saison gehen“, verriet Krüger im „kicker“ (Ausgabe 74/2020 vom 07.09.2020) zwar einen für Fans und Verantwortliche zunächst beruhigenden Stand der Dinge, ließ darüber hinaus aber grundsätzlich seine Zukunft offen: „Bis Transferschluss ist noch viel Zeit, selbst im Oktober kann noch alles passieren.“

Verkompliziert wird die Personalie aus Sicht von Erzgebirge Aue dadurch, dass Krügers Vertrag im Sommer 2021 endet. Das Risiko, den Angreifer in einem Jahr ablösefrei zu verlieren, ist  damit nicht gering. Gut möglich daher, dass man in Aue trotz der sportlichen Bedeutung Krügers darüber nachdenken würde, sollte ein attraktives Angebot ins Haus flattern.