Erzgebirge Aue: Offiziell weiter keine Trainerdiskussion

Pavel Dotchev aber dennoch unter Druck

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 22.11.16 | 09:27
Pavel Dotchev

Benötigt positive Ergebnisse: Aues Coach Pavel Dotchev © Imago

Nach nur drei Punkten aus den letzten sieben Spielen und zuletzt vier Niederlagen in Folge ist Erzgebirge Aue auf dem vorletzten Tabellenplatz angekommen. Ein Punkt Rückstand auf gleich drei Mannschaften mit elf Zählern bedeutet für die Veilchen zwar schon am kommenden Wochenende die Chance, mit einem Sieg im Aufsteigerduell bei den Würzburger Kickers gleich mehrere Plätze gut zu machen, aber dennoch schrillen verständlicherweise alle Alarmsirenen.

„ Der schöne Spielstil nutzt uns nicht, wenn es keinen Erfolg bringt. ”
Helge Leonhardt

Gegenüber Tag24 haderte Präsident Helge Leonhardt damit, dass sich Aue bei der 0:2-Niederlage bei Hannover 96 am Samstag zum wiederholten Male in dieser Saison für eine eigentlich ansprechende Leistung nicht belohnt hat: „Der schöne Spielstil nutzt uns nicht, wenn es keinen Erfolg bringt. Da spiele ich lieber so zerstörerisch wie Würzburg oder Sandhausen, gewinne dafür aber. Wir sind nicht beim Eiskunstlauf, hier gibt es keine B-Noten für eine schöne Ausdrucksweise. Bei uns zählen Punkte und die haben wir nicht im Überfluss.“

Leonhardt appelliert an den Zusammenhalt

Ebenfalls nicht neu ist Leonhardts Appell an die Gemeinschaft, an einem Strang zu ziehen, um am Ende den Klassenerhalt feiern zu können: „Wir müssen in dieser schwierigen Phase alle zusammen halten. Nur mit unseren bekannten Tugenden können wir es schaffen.“

„ Im Augenblick gibt es keine Trainerdiskussion. ”
Helge Leonhardt

Zu dieser Gemeinschaft zählt nach wie vor auch Trainer Pavel Dotchev, wenngleich das Ansehen des bulgarischen Fußball-Lehrers in den letzten Wochen durch die vielen Misserfolge nicht nur im Umfeld gelitten hat. Offiziell steht Leonhardt zwar noch zum Trainer, lässt aber zwischen den Zeilen erkennen, dass dies nicht zwingend noch lange so bleiben muss: „Im Augenblick gibt es keine Trainerdiskussion.“

Klingt so, als könnte es für Dotchev eng werden, wenn in den nächsten Spielen nicht gepunktet wird. Und das wird angesichts der schweren Aufgaben in Würzburg, gegen den VfB Stuttgart, beim 1. FC Kaiserslautern und gegen Fortuna Düsseldorf sicherlich nicht einfach.