Liga-Zwei Zwischenbilanz: Union Berlin

Was ist gut, was ist schlecht?

Autor: Dennis Keller Veröffentlicht: Dienstag, 16.10.18 | 09:56
Steven Skrzybski bei der Ballannahme.

Steven Skrzybski und seine Kollegen von Union Berlin kommen langsam besser in Form. ©Imago

Frei nach Kommentatoren-Legende Heribert Faßbender, der einmal bei einem Länderspiel schon nach 5 Spielminuten ein erstes Fazit gezogen hat, wagen wir von Liga-Zwei.de kurz nach Saisonstart ebenfalls eine erste Analyse aller Teams der 2. Bundesliga. Heute: Die Zwischenbilanz des 1. FC Union Berlin!

Was läuft schon gut?

Auch wenn die „Eisernen“ momentan noch ohne Sieg auf Platz 13 der Tabelle stehen, funktioniert die Offensive schon ganz ordentlich. Bisher haben die Köpenicker in jedem Spiel getroffen, zuletzt sogar gleich 4-mal beim wahnsinnigen 4:4 in Bielefeld. Die Stürmer sind in guter Form: Collin Quaner führt mit drei Treffern die Torschützenliste der 2. Liga an, auch Steven Skrzybski hat bereits zwei Tore erzielt.

Was läuft noch schlecht?

Union ist bislang in jedem Saisonspiel in Rückstand geraten. Das hat sicher auch ein wenig damit zu tun, dass der etatmäßige Rechtsverteidiger Benjamin Kessel mit einer schweren Verletzung noch länger fehlen wird. Kommt er zurück, dürfte er den Platz von Christopher Trimmel übernehmen. Keinen guten Eindruck hinterließ Stammkeeper Jakob Busk, der schon bei drei Gegentreffer dieser Spielzeit keine gute Figur gemacht hat.

Wie funktionieren die Neuzugänge?

Der zu Saisonbeginn gesetzte Stürmer Philipp Hosiner hat sich gleich im ersten Saisonspiel verletzt. Er könnte bald zurückkehren, muss sich aber wohl zunächst hinter dem starken Quaner anstellen. Sehr solide präsentierte sich bisher Linksverteidiger Kristian Pedersen, der alle drei Partien über die volle Spielzeit absolvieren durfte.

Pedersens Konkurrent Christopher Lenz schaut bisher in die Röhre, er wurde noch gar nicht eingesetzt. Simon Hedlund, der gerade erst verpflichtet wurde, könnte eine Verstärkung sein. Denkbar ist, dass er demnächst im rechten offensiven Mittelfeld aufläuft und Skrzybski dafür auf die linke Seite rückt.

Prognose für die kommenden Wochen

Wir hatten die „Eisernen“ in unserem Teamcheck vor der Saison weit oben eingestuft. Die Ansätze sind da und werden sich unserer Meinung nach demnächst auch auszahlen. In den Spielen gegen den KSC, 1860 München und Würzburg wird es weiter aufwärts gehen – der erste Sieg sollte nicht mehr lange auf sich warten lassen.