Union Berlin: Welche Elf wählt Hofschneider?

Kreilach könnte in die Startelf zurückkehren

Autor: Marius Siebelmann Veröffentlicht: Dienstag, 05.12.17 | 07:43
André Hofschneider, neuer Trainer bei Union Berlin

André Hofschneider kehrt bei Union auf den Trainerstuhl zurück. ©Imago/Contrast

Die 1:2-Niederlage beim VfL Bochum, bei der Union trotz einer frühen Führung zu harmlos agierte, war bekanntlich die letzte Partie von Jens Keller als Trainer der Köpenicker. Nach 54 Pflichtspielen, in denen der gebürtige Stuttgarter im Schnitt 1,70 Zähler holte, wurde der Trainerstuhl der Berliner neu besetzt.

Mit André Hofschneider präsentierten die Verantwortlichen schnell einen Nachfolger, der neue Coach wurde dabei gleich mit einem Arbeitspapier bis 2019 ausgestattet. Für den 47-Jährigen ist der Platz an der Seitenlinie gewiss kein Neuland. Bereits in der Spielzeit 2015/16 fungierte Hofschneider in 12 Partien als Interimscoach, dabei konnte er 22 Zähler einfahren.

Findet Hofschneider die richtigen Stellschrauben?

In diesen Partien richtete der neue Trainer seine Mannschaft variabel aus, gleich sechs taktische Formationen wählte Hofschneider. Erfolgreich verliefen zudem die Partien an der Alten Försterei, alle sechs Spiele vor heimischem Publikum konnte Union unter der Leitung Hofschneiders für sich entscheiden.

Nicht ganz so glücklich dürfte der neue Cheftrainer mit seinem Engagement in der U19 sein, die er im zurückliegenden Sommer übernommen hatte. Lediglich ein Sieg sprang in zwölf Anläufen heraus, auch die vorherige Heimstärke bei den Profis fand keine Fortsetzung.

Doch die Leistung vor heimischer Kulisse, die mit vier Siegen und drei Unentschieden in sieben Spielen noch makellos ist, dürfte ohnehin nicht das ausschlaggebende Kriterium für die Entlassung Kellers gewesen sein. Vielmehr dürfte bei Hofschneider die Weiterentwicklung der Spielweise im Fokus stehen, die von Geschäftsführer Lutz Munack zuletzt bemängelt worden war.

Kehren die Leistungsträger zurück?

Mit Damir Kreilach, Stephan Fürstner sowie Steven Skrzybski fanden sich beispielsweise gleich drei Leistungsträger der zurückliegenden Saison zuletzt vermehrt auf der Ersatzbank wieder, diese Akteure dürften unter Hofschneider wieder eine Chance erhalten.

Vor allem Kreilach dürfte gute Erinnerungen an die erste Amtszeit von Hofschneider haben. Elfmal lief der 28-Jährige 2015/16 unter der Regie des neuen Trainers auf, dabei erzielte der Mittelfeldspieler fünf Tore.

Auch Skrzybski, der zuletzt immer wieder mit einem Wechsel innerhalb der 2. Bundesliga in Verbindung gebracht wurde, feierte unter Hofschneider einen versöhnlichen Saisonabschluss, nachdem der Offensivmann zuvor aufgrund einer Schulterverletzung einige Partien aussetzen musste.

Jakob Busk, Felix Kroos, Michael Parensen oder Toni Leistner sind weitere Beispiele für Spieler, die unter Hofschneider bereits trainierten und spielten. Der neue Coach dürfte bei der Vorbereitung auf die kommende Partie gegen die SGD, gegen die Union seit drei Heimspielen auf einen Sieg wartet, somit nicht bei Null starten.

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