VfL Bochum: Hoffnung auf Elfmeterschießen gegen Bayern

Schon sechs Strafstöße in dieser Saison – alle verwandelt

Manuel Riemann

Beim letzten Pokal-Duell mit dem FC Bayern im Februar 2016 traf Thomas Müller nur die Latte. © imago images / Jan Hübner

Das Highlight der Saison könnte für den VfL Bochum kaum zu einem unpassenderen Zeitpunkt kommen. Anstatt selbstbewusst in das Pokal-Duell mit dem FC Bayern München gehen zu können, überlagert die missliche Lage im Liga-Alltag mit Platz 16 und dürftigen neun Punkten nach elf Partien die Vorfreude auf das Kräftemessen mit dem Rekordmeister.

Mit Blick auf die 1:2-Niederlage am Freitag bei Holstein Kiel gibt es wenig, das seriös auf einen überraschenden Pokal-Erfolg hoffen lässt. Endet die Partie gegen den FC Bayern aber wie alle bisherigen fünf Liga-Heimspiele in dieser Saison nach 90 Minuten mit einem Unentschieden, würden sich die Bochumer Chancen aber sprunghaft erhöhen. Insbesondere dann, sollte es der VfL auch noch ins Elfmeterschießen schaffen.

Bochum mit makelloser Elfmeterbilanz

Denn Bochum ist in dieser Saison zwar wahrlich kein Spitzenteam, aber der absolute Elfmeterkönig der 2. Bundesliga. Schon sechs Strafstöße erhielt der VfL zugesprochen und damit jeweils zwei mehr als Arminia Bielefeld und Erzgebirge Aue, die in diesem Ranking die ersten Verfolger sind.

Während Aue und Bielefeld aber nur drei von vier Elfmetern verwandeln konnten, traf Bochum vom Punkt immer. Je drei Mal waren Silvere Ganvoula und Danny Blum erfolgreich, die sicherlich auch gegen den FC Bayern zu den Schützen gehören würden.

Doch damit nicht genug: gegen den VfL Bochum wurde bisher zwei Mal auf Strafstoß entschieden und beide Male konnte Schlussmann Manuel Riemann parieren. Gegen Karlsruhes Marc Lorenz und Kiels Janni Serra behielt der Bochumer Keeper erst in den beiden jüngsten Partien die Oberhand.

Riemanns Erinnerungen an den FC Bayern

Schließlich hat Riemann auch noch eine ganz besondere Elfmetervergangenheit mit dem FC Bayern. Zum einen konnte der heute 31-Jährige bei der 0:3-Niederlage im Pokal-Viertelfinale 2015/16 gegen den Rekordmeister beim Stand von 0:1 einen Strafstoß von Thomas Müller abwehren und so die Bochumer Hoffnung etwas länger am Leben halten.

Zum anderen ging Riemanns Stern in einem Elfmeterschießen gegen die Bayern erst so richtig auf. Mit gerade 18 Jahren stand Riemann im August 2007 im Tor von Wacker Burghausen, das den Münchnern in der ersten Runde über 120 Minuten ein 1:1 abtrotzte, ehe vom Punkt die Entscheidung fiel. Burghausen scheiterte zwar letztlich knapp, doch Riemann war nach den gehaltenen Strafstößen von Jose Ernesto Sosa und Martin Demichelis in aller Munde.

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