VfL Bochum: Killerinstinkt bringt Punkte

Letzte vier Tore alle in der Schlussviertelstunde

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 11.01.2021 | 14:41
Simon Zoller beim VfL Bochum

Simon Zoller erzielte gegen Regensburg seinen achten Saisontreffer. ©Imago images/foto2press

Erneut mussten die Fans des VfL Bochum Geduld aufbringen. 0:0 stand es gegen Jahn Regensburg bis zur 80. Minute, ehe Simon Zoller nach schlitzohriger Vorarbeit von Robert Zulj zum 1:0 einschoss. Manuel Riemann hielt die Führung auf der Gegenseite fest, ehe Thomas Eisfeld mit einem Freistoß die Entscheidung besorgte.

Erinnerungen wurden wach. Erst eine Woche zuvor bezwang der VfL auch Darmstadt 98 – obwohl die Lilien erst in der Schlussphase in Führung gingen. Bochum war in der Lage, die Partie noch zu drehen und entwickelt damit einen formidablen Killerinstinkt.

Jedes der letzten vier Tore wurde zwischen der 75. und 90. Minute erzielt. Insgesamt hat der Traditionsverein zehn Treffer in diesem Zeitraum auf der Haben-Seite – mehr kann kein Zweitligist vorweisen. Angesichts von nur drei Gegentoren in der Schlussphase erweist sich der VfL sogar als wahrer Meister der „Crunch-Time“.

Vorteile

Nötig ist dazu auch die richtige Mentalität. „Wir wollten heute auf jeden Fall etwas mitnehmen“, lässt Herbert Bockhorn durchblicken, dass der VfL momentan die Gier besitzt, über die volle Distanz nicht nachzulassen. Eben jener Bockhorn war es, der gegen Darmstadt mit seinem Sprint vor dem 2:1 Willenskraft zeigte.

Er kam als Joker in die Partie – eine weitere Stärke des VfL. Denn gegen Regensburg war es mit Thomas Eisfeld wieder ein Einwechselspieler, der für die Entscheidung sorgte. „Wir haben die Partie souverän runtergespielt“, sagt der erfahrene Robert Zulj dazu fast lapidar. Ein Zufall ist auch das nicht. Von elf Führungen brachte der VfL neun ins Ziel. Zum Vergleich: Der kommende Gegner 1. FC Nürnberg führte in zwölf Partien – und gewann am Ende nur fünf davon.